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Streik in Kontrollzentralen an neun spanischen Flughäfen dauert trotz 100 % Mindestdienst weiter an

Juli 23, 2026
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Streik in Kontrollzentralen an neun spanischen Flughäfen dauert trotz 100 % Mindestdienst weiter an
Der langanhaltende Arbeitskonflikt in Spanien zwischen den Fluglotsengewerkschaften USCA und CCOO und dem privaten Tower-Betreiber Saerco erreichte am 22. Juli den 97. Tag, wie die StrikeTracker-Plattform um 08:46 Ortszeit meldete. Obwohl der Streik offiziell weiterhin „unbefristet“ ist, zwingt die außerordentliche Verordnung des Verkehrsministeriums – zuletzt am 1. Juli verlängert – alle eingeteilten Mitarbeiter zur Arbeit, wodurch die operative Wirkung faktisch aufgehoben wird. Der Streik betrifft die Tower-Dienste an den Flughäfen Madrid-Cuatro Vientos, Sevilla, Jerez, Vigo, A Coruña sowie vier Flughäfen auf den Kanarischen Inseln (Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, El Hierro). Die Gewerkschaften kritisieren Personalabbau von bis zu einem Drittel und warnen vor Sicherheitsrisiken durch verlängerte Schichten; Saerco hingegen betont, dass neue digitale Verfahren die Arbeitsbelastung reduzieren und dass Tarifverhandlungen weiterhin laufen. Für Fluggesellschaften und Reiseveranstalter bedeutet dies vor allem Unsicherheit statt Verspätungen: Während der kommerzielle Flugbetrieb bisher normal lief, müssen Airlines weiterhin Notfallpläne vorlegen, und Puffer bei der Crew-Planung bleiben bestehen, was zusätzliche Kosten verursacht. Charterbetreiber am Flughafen Cuatro Vientos und Nutzer der Allgemeinen Luftfahrt in Jerez berichten von gelegentlicher Starrheit bei der Slot-Vergabe, da Aufsichtspersonen während des Streiks keine kurzfristigen Verlängerungen genehmigen können. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass Spaniens Forderung nach 100 % Mindestdiensten wahrscheinlich vom Europäischen Gerichtshof geprüft wird, nachdem der Generalanwalt ähnliche Regelungen bei Bahnstreiks 2025 infrage gestellt hatte. Ein Urteil gegen Spanien könnte eine Neubewertung der Mindestdienstgrenzen im gesamten Verkehrssektor erzwingen. Geschäftsreisende, die in der geschäftigen August-Saison über die betroffenen Flughäfen reisen, sollten dynamische Flugstatus-Updates verfolgen und engere Umsteigezeiten einplanen. Multinationale Unternehmen mit Privatflugzeugen in Cuatro Vientos oder Vigo könnten erwägen, ihre Maschinen vorübergehend auf andere Flughäfen (Torrejón, Santiago) umzudisponieren, bis der Konflikt beigelegt oder die Mindestdienstregelungen gelockert werden.
Quelle: StrikeTracker

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