
WestJet hat eine gebührenfreie Einmal-Umbuchungsregelung für alle Inlands- und grenzüberschreitenden Flüge eingeführt, die zwischen dem 26. und 29. Juli starten. Dies geschieht im Vorfeld eines möglichen Streiks von 3.100 Flugbegleitern, die von der Canadian Union of Public Employees (CUPE) vertreten werden. Die Fluggesellschaft kündigte diese Maßnahme in einem Video-Update am 24. Juli an, zwei Tage bevor die Beschäftigten rechtlich zum Streik berechtigt sind. Die Verhandlungen stocken weiterhin wegen Streitigkeiten über Vergütung für Bodenaufgaben, Dienstpläne und eine vorgeschlagene Begrenzung von mehrtägigen Dienstpaarungen. Die CUPE-Mitglieder stimmten Anfang des Monats mit 94 % für Streikmaßnahmen, ähnlich wie bei der Bodenlohn-Auseinandersetzung im letzten Jahr, die große Teile des Air Canada-Netzwerks für 72 Stunden lahmlegte. Bundesmediatoren schalteten sich am 21. Juli in die Verhandlungen ein, doch beide Seiten liegen bei inflationsgebundenen Lohnerhöhungen weiterhin weit auseinander. Die Kulanzregelung erlaubt es Kunden, ohne Strafgebühren Reisedaten oder -ziele zu ändern oder Buchungen in Reiseguthaben umzuwandeln, sofern die neue Reise bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen ist. Auch Gruppenbuchungen und Basic-Economy-Tarife – normalerweise nicht erstattungsfähig – sind eingeschlossen, eine ungewöhnliche Zugeständnis, das die Sorge der Airline um Reputationsschäden an einem der verkehrsreichsten Freizeitwochenenden des Jahres unterstreicht. Firmenreisemanager sollten ihre Mitarbeiter auf mögliche Störungen aufmerksam machen, insbesondere auf wichtigen Geschäftsverbindungen wie Calgary–Toronto und Vancouver–Los Angeles. Die Konkurrenz-Airline Air Canada meldet einen normalen Betrieb, erklärt jedoch, dass sie Interline-Vereinbarungen einhalten wird, falls ein WestJet-Streik Passagiere auf halber Strecke strandet. Arbeitsmarktexperten weisen darauf hin, dass Ottawas neues Verbot von Ersatzarbeitskräften in bundesregulierten Branchen WestJets Notfalloptionen einschränkt. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte die Regierung den Streik als Bedrohung des „nationalen Interesses“ einstufen – ein Schritt, der zuletzt beim Eisenbahnausstand 2023 angewandt wurde – und eine verbindliche Schlichtung erzwingen. Vorerst bleibt die flexible Umbuchung die sicherste Absicherung für Freizeit- und Geschäftsreisende.
Quelle: CityNews Toronto (video)
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