
Die Canadian Union of Public Employees (CUPE), die über 10.000 Flugbegleiter bei Air Canada und Rouge vertritt, hat einen offenen Brief an den künftigen CEO Anko van der Werff veröffentlicht und fordert einen „Neustart“ nach einem Jahr zunehmend konfrontativer Arbeitsbeziehungen. Der Brief vom 23. Juli erscheint 11 Monate nach einem dreitägigen Streik, der Air Canada zwang, täglich rund 700 Flüge zu streichen und Zehntausende von Reisenden in der Hochsaison zu blockieren. Obwohl ein verbindliches Schiedsverfahren den Tarifkonflikt Anfang dieses Jahres beendete, kritisiert CUPE, dass Managemententscheidungen – etwa die Reduzierung des zweisprachigen Personals auf bestimmten Langstreckenflügen – nun ohne echte Konsultation getroffen werden, was zu einem Anstieg von Beschwerden über Richtlinien führt. Warum ist das für Mobilitätsteams relevant? Die Motivation der Kabinenbesatzung ist entscheidend für Pünktlichkeit und Servicequalität; unterschwellige Unruhen können schnell in disruptive Arbeitsniederlegungen umschlagen, besonders wenn Tarifverträge kurz vor der Neuverhandlung stehen. Die Gewerkschaft weist zudem auf ungelöste Probleme bei unbezahlten Bodenzeiten hin, ein Streitpunkt, der 2025 zum Streik führte. Van der Werff, derzeit Chef von Scandinavian Airlines, übernimmt die Leitung bis Januar 2027. CUPE sieht in diesem Wechsel eine seltene Chance, Vertrauen wieder aufzubauen und neue Arbeitskämpfe zu vermeiden. Reiseverantwortliche mit Air-Canada-Buchungen für 2027 sollten den Ton der ersten Gespräche genau beobachten und für den Fall von Verhandlungen, die ins Stocken geraten, alternative Fluggesellschaften in ihr Budget einplanen.
Quelle: PAX News
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