
Das Ministerium für Humanressourcen und Emiratisierung (MoHRE) bestätigte, dass das jährliche Mittagsarbeitsverbot – das Arbeiten im Freien zwischen 12:30 und 15:00 Uhr untersagt – am 15. September nach einer 92-tägigen Sommerperiode endete. Vorläufige Kontrollen zeigen eine Einhaltungsquote von über 99 Prozent, die höchste seit Einführung der Regelung im Jahr 2005. Die Vorschrift schützt vor allem Bau- und Logistikarbeiter, von denen viele aus Südasien und Afrika stammen. Arbeitgeber sind verpflichtet, schattige Pausenbereiche, Trinkstationen und Erste-Hilfe-Ausrüstung bereitzustellen sowie Notfallpläne für Hitzschlag vorzuhalten. Ausnahmen gelten nur für unverzichtbare Arbeiten, wie das Verlegen von Asphalt oder dringende Reparaturen an Versorgungsleitungen. Manager für internationale Einsätze sollten beachten, dass die VAE den Schutz vor Hitzestress als unverhandelbaren Bestandteil der Arbeitssicherheit ansehen. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 50.000 AED und möglichen Betriebsschließungen geahndet – Strafen, die gleichermaßen für lokale Unternehmen und ausländische Auftragnehmer mit Kurzzeitgenehmigungen gelten. Obwohl das Verbot nun aufgehoben ist, empfiehlt das MoHRE Unternehmen, bestimmte Schutzmaßnahmen beizubehalten, insbesondere da die hohe Luftfeuchtigkeit bis Anfang Oktober anhält. Firmen, die ausländische Fachkräfte auf Baustellen einsetzen, sollten weiterhin Sicherheitseinweisungen zum Thema Flüssigkeitszufuhr durchführen, die medizinische Versorgung vor Ort sicherstellen und Eingewöhnungszeiten für neuankommende Mitarbeiter dokumentieren. Der Erfolg der Kampagne 2026 stärkt den Ruf der VAE bei internationalen Beobachtern als Standort, der wirtschaftliches Wachstum mit hohen Arbeits- und Sozialstandards verbindet – ein zunehmend wichtiger Faktor für ESG-orientierte multinationale Unternehmen.
Quelle: Gulf News