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Neue Emiratisierungsquote teilt private Gesundheitsjobs zu gleichen Teilen auf spezialisierte und andere Positionen auf

Juni 17, 2026
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Neue Emiratisierungsquote teilt private Gesundheitsjobs zu gleichen Teilen auf spezialisierte und andere Positionen auf
Das Ministerium für Humanressourcen und Emiratisierung (MoHRE) hat die Lokalisierungsziele für den schnell wachsenden privaten Gesundheitssektor der VAE verschärft. Gemäß einer am 16. Juni erlassenen Verordnung müssen Krankenhäuser, Kliniken und Diagnostikzentren mit 50 oder mehr Mitarbeitern sicherstellen, dass die Hälfte ihrer jährlichen Emiratisierungsquote durch spezialisierte medizinische Positionen wie Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker und Gesundheitsfachkräfte erfüllt wird; die andere Hälfte kann durch administrative oder allgemein qualifizierte Tätigkeiten besetzt werden. Einrichtungen sind bereits verpflichtet, ihren Anteil an Emiratis in qualifizierten Positionen jährlich um zwei Prozentpunkte zu erhöhen, wobei bei Nichteinhaltung Strafen drohen. Die neue „50-50“-Regel verschärft diese Vorgaben und spiegelt die Sorge der Regierung wider, dass einige Arbeitgeber ihre Quoten durch Einstellungen im Backoffice statt in den zentralen klinischen Bereichen erfüllen. Inspektionen beginnen Anfang 2027, sodass Personalabteilungen sechs Monate Zeit haben, Personalpläne zu erstellen, Stellen über die Nafis-Plattform auszuschreiben und mögliche Gehaltsunterschiede einzuplanen. Für internationale Gesundheitskonzerne mit Niederlassungen in den VAE hat die Änderung direkte Auswirkungen auf die Mobilität: Fachärztliche Expats könnten Schwierigkeiten bei der Verlängerung ihrer Arbeitserlaubnis bekommen, sofern sie nicht in Fellowship- oder Führungsprogramme wechseln, die Ausnahmen rechtfertigen. Organisationen müssen ihre Nachfolgeplanung schärfen, Emirati-Talente gezielt fördern und Rotationsregelungen für ausländische Ärzte mit Zweijahresverträgen überdenken. Farida Al Ali vom MoHRE bezeichnete die Maßnahme als Schritt hin zu „ausgewogenen, langfristigen Karrierewegen“ für Nationals in einem Sektor, in dem Emiratis derzeit nur 7 Prozent der Belegschaft ausmachen – davon 82 Prozent Frauen. Branchenvertreter begrüßten die Klarheit, warnten jedoch vor einem engen regionalen Markt für arabischsprachige Spezialisten. Einige rechnen mit verstärkter grenzüberschreitender Rekrutierung aus Oman und Bahrain, wo ähnliche Lokalisierungsinitiativen laufen. Arbeitgeber, die nicht compliant sind, drohen monatliche Geldstrafen und mögliche Aussetzungen neuer Arbeitserlaubnisse – ein Risiko, das Expansionspläne oder Eröffnungen neuer Krankenhäuser gefährden könnte. Multinationale Unternehmen sollten die neuen Quoten in ihre Genehmigungsmatrix für **Global Short-Term Assignments** integrieren und die Regelung in Vertragsangeboten für neue Expats klar kommunizieren, um Erwartungen transparent zu machen.
Quelle: Khaleej Times

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