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China führt umfassende Ausreiseverbote im Zusammenhang mit Technologiesicherheit ein

Sept. 16, 2026
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China führt umfassende Ausreiseverbote im Zusammenhang mit Technologiesicherheit ein
Chinas lang erwartete Überarbeitung der Ausreise- und Einreisebestimmungen trat am 15. September offiziell in Kraft und gibt Einwanderungsbeamten – und damit mehreren Ministerien – neue rechtliche Mittel, um chinesische Staatsbürger an der Ausreise zu hindern. Der als Staatsratsverordnung Nr. 841 veröffentlichte Text erlaubt Ausreiseverbote von sechs Monaten bis zu drei Jahren für Personen, deren Verhalten im Ausland als „Gefährdung der nationalen, industriellen oder technologischen Sicherheit“ eingestuft wird oder die des Verstoßes gegen Exportkontrollgesetze verdächtigt werden. Während China bisher bereits die Befugnis hatte, Reisepässe zu verweigern oder Personen an der Grenze aufzuhalten, waren die bisherigen Beschränkungen über verschiedene Straf- und Zivilgesetze verstreut. Die neue Verordnung bündelt diese Befugnisse, standardisiert die Dauer der Verbote und verknüpft sie – besonders relevant für multinationale Unternehmen – ausdrücklich mit der Einhaltung von Regeln zum Technologietransfer und Datenexport. Juristen in Peking sehen darin einen direkten Compliance-Kanal zwischen den Exportkontrollbehörden und Grenzbeamten, was die Risiken für Mitarbeiter, die grenzüberschreitend in Forschung, Entwicklung oder Lieferketten tätig sind, deutlich erhöht. Chinesische Behörden begründeten die Maßnahme als „übliches Vorgehen souveräner Staaten zum Schutz der Sicherheit“ und verwiesen darauf, dass die Zahl der Ein- und Ausreisen in den ersten acht Monaten 2026 die Marke von 499 Millionen überschritten habe. Wirtschaftsverbände warnen jedoch, dass die vage Definition dessen, was eine Bedrohung darstellt, die Mobilität von Fachkräften hemmen könnte. „Unsicherheit ist der Feind von Standortwechseln“, sagte ein Personalchef eines US-Halbleiterunternehmens gegenüber AP und fügte hinzu, dass Mitarbeiter nun möglicherweise vor jeder Reise eine rechtliche Prüfung benötigen. Für Unternehmen, die bereits mit Exportlizenzregelungen in den USA und Europa umgehen müssen, bringen die chinesischen Vorschriften ein spiegelbildliches Risiko mit sich: Ein Fehltritt im Ausland könnte ein Ausreiseverbot im Heimatland auslösen, Schlüsselpersonal blockieren und regionale Einsätze stören. Mobility-Manager raten Reisenden, nur minimale firmeneigene Daten mitzuführen und den Zweck jeder Reise genau zu dokumentieren. Kurzfristig erwarten Experten vermehrte Nachkontrollen und elektronische Geräteprüfungen an Flughäfen, während die volle wirtschaftliche Auswirkung erst durch laufende Testfälle in Verwaltungsberufungen sichtbar wird. Unternehmen mit kritischer Technologieexponierung wird empfohlen, Krisenmanagementpläne zu aktualisieren und Doppelstaatler über die Möglichkeit langfristiger Ausreisebeschränkungen zu informieren.
Quelle: AP News

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