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Streik bei Groundforce und weitere Arbeitskämpfe stören weiterhin das spanische Verkehrsnetz

Sept. 16, 2026
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Streik bei Groundforce und weitere Arbeitskämpfe stören weiterhin das spanische Verkehrsnetz
Das spanische Verkehrssystem startete am 15. September mit drei aktiven Arbeitskonflikten, die den Luft- und Schienenverkehr beeinträchtigen, wie Echtzeitdaten von Strike Tracker zeigen. Am gravierendsten ist der unbefristete Streik des Bodenpersonals von Groundforce am Flughafen Barcelona-El Prat, der nun in die sechste Woche geht. Trotz Mindestdienstverordnungen, die die Grundabfertigung von Gepäck sicherstellen, berichten Fluggesellschaften von durchschnittlichen Abflugverspätungen von 25 Minuten und gelegentlich fehlgeleitetem Gepäck – ein Ärgernis für Geschäftsreisende, die am katalanischen Drehkreuz umsteigen. Auch auf regionaler Ebene gibt es weiterhin Probleme im Luftverkehr: Die von Saerco beschäftigten Fluglotsen in Jerez und A Coruña führen seit dem 17. April einen rollierenden Streik durch. Bisher beschränken sich die Auswirkungen auf einige wenige gestrichene Slots im Allgemeinen Luftverkehr, doch Betreiber von Geschäftsflugzeugen kalkulieren mit zusätzlichen Treibstoffreserven für mögliche Warteschleifen. Gleichzeitig führen die Mitarbeiter von Euskotren im Baskenland am 15., 17., 21. und 23. September zweistündige Streikpausen während der Hauptverkehrszeiten durch, was Pendler zwischen Bilbao und San Sebastián zwingt, sich auf weniger Züge zu quetschen. Für Mobilitätsmanager stellt die Kombination mehrerer kleiner, gleichzeitig stattfindender Streiks ein kumulatives Risiko dar. Verbindungen, die Hochgeschwindigkeitszüge, Kurzstreckenflüge und Regionalzüge kombinieren, sind von Verzögerungen besonders betroffen. Lieferanten, die Just-in-Time-Komponenten über das Frachtterminal in Barcelona transportieren, berichten von Wochenendstaus, da Containerkräne mit den streikenden Groundforce-Einheiten geteilt werden. Rechtlich verdeutlichen die Streiks die fragmentierte Tariflandschaft Spaniens. Die Aktion von Groundforce resultiert aus festgefahrenen Verhandlungen über die Wiederherstellung variabler Vergütungen, die während der Pandemie ausgesetzt wurden, während die Saerco-Fluglotsen Gleichstellung mit ihren staatlichen Kollegen bei Enaire fordern. Arbeitgeber sollten beachten, dass das spanische Arbeitsrecht Unternehmen, die Subunternehmerdienste (einschließlich Abfertigung) nutzen, verpflichtet, bei längeren Streiks die Reise-Risikoanalysen zu aktualisieren. Praktischer Tipp: Reisende, die über Barcelona umsteigen, sollten flexible Tickets buchen und app-basierte Gepäckverfolgung nutzen. Unternehmen mit Mitarbeitern im Baskenland könnten an Streiktagen Taxigutscheine anbieten, da die Uber-Abdeckung außerhalb Bilbaos noch lückenhaft ist. Personalabteilungen sollten Mitarbeiter daran erinnern, dass Entschädigungen nach EU-Verordnung 261 nur gelten, wenn Fluggesellschaften nicht nachweisen können, dass die Verspätung ausschließlich auf Arbeitskampfmaßnahmen zurückzuführen ist.
Quelle: Strike Tracker

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