
Der österreichische Nationalrat widmete seine Sondersitzung am 20. und 21. November einem umfassenden Verkehrspaket, das die Einreise von Ausländern und die Mauterhebung auf Autobahnen grundlegend verändern wird. Im Mittelpunkt stand die Einführung des Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystems (ETIAS), das Mitte 2026 starten soll. Nach Inkrafttreten wird das Innenministerium eine eigene ETIAS-Einheit aufbauen und diese mit dem Schengener Informationssystem, EURODAC sowie dem neu eingeführten Ein- und Ausreisesystem verknüpfen. Visa-freie Reisende – von US-Geschäftsleuten bis zu Skiurlaubern aus Singapur – benötigen künftig vor dem Boarding von Flugzeugen, Zügen oder Bussen eine Online-Genehmigung für die Einreise nach Österreich.
Zudem beschlossen die Abgeordneten, die letzte Papier-Autobahnvignette ab Dezember 2026 abzuschaffen und durch eine automatische Kennzeichenerkennung mit vollständig digitalem Mautsystem zu ersetzen. Die Papier-Vignette, die besonders für Mietwagenflotten und Pendler aus dem Ausland oft problematisch war, verschwindet damit just zum Start der 11 Milliarden Euro teuren Hochgeschwindigkeitsbahn Koralm, was den Verkehr verstärkt auf die Schiene verlagern könnte.
Für Unternehmen bedeuten die neuen Regelungen dringenden Handlungsbedarf. Personalabteilungen müssen sicherstellen, dass Passdaten der Mitarbeiter in Buchungssysteme integriert werden, um die ETIAS-Anträge – die mit 7 Euro Gebühren verbunden sind – automatisch einzureichen. Fuhrparkmanager großer Flotten müssen die neue Maut-API in Tankkarten- und Telematiksysteme einbinden. Für Spediteure steigt die LKW-Maut moderat, emissionsfreie Schwerlastfahrzeuge behalten jedoch bis 2030 einen Rabatt von 75 %.
Die parteiübergreifende Zustimmung im Ausschuss lässt darauf schließen, dass der Bundesrat das Gesetz Anfang Dezember verabschieden wird. Unternehmen bleiben damit rund 18 Monate Zeit, sich auf die ETIAS-Einführung vorzubereiten. Die Regierung verspricht kürzere Grenzwartezeiten und weniger Vignettenbetrug, was zusätzliche Einnahmen von 120 Millionen Euro jährlich bringen soll. Datenschützer warnen jedoch, dass die Risikoprofil-Algorithmen von ETIAS undurchsichtig sind und zu Fehlalarmen führen könnten, die legitime Reisende ausschließen.
Praktisch sollten Arbeitgeber ihre Checklisten für entsandte Mitarbeiter aktualisieren, ETIAS-Felder in Reisegenehmigungsprozesse aufnehmen und Fahrer darauf hinweisen, dass ab 2027 keine physischen Vignetten mehr als Mautnachweis gelten. Wer sich nicht anpasst, riskiert verweigertes Boarding, Bußgelder durch Transportunternehmen oder unerwartete Mautstrafen – Kosten, die die 7-Euro-Gebühr für die Genehmigung bei Weitem übersteigen.
Zudem beschlossen die Abgeordneten, die letzte Papier-Autobahnvignette ab Dezember 2026 abzuschaffen und durch eine automatische Kennzeichenerkennung mit vollständig digitalem Mautsystem zu ersetzen. Die Papier-Vignette, die besonders für Mietwagenflotten und Pendler aus dem Ausland oft problematisch war, verschwindet damit just zum Start der 11 Milliarden Euro teuren Hochgeschwindigkeitsbahn Koralm, was den Verkehr verstärkt auf die Schiene verlagern könnte.
Für Unternehmen bedeuten die neuen Regelungen dringenden Handlungsbedarf. Personalabteilungen müssen sicherstellen, dass Passdaten der Mitarbeiter in Buchungssysteme integriert werden, um die ETIAS-Anträge – die mit 7 Euro Gebühren verbunden sind – automatisch einzureichen. Fuhrparkmanager großer Flotten müssen die neue Maut-API in Tankkarten- und Telematiksysteme einbinden. Für Spediteure steigt die LKW-Maut moderat, emissionsfreie Schwerlastfahrzeuge behalten jedoch bis 2030 einen Rabatt von 75 %.
Die parteiübergreifende Zustimmung im Ausschuss lässt darauf schließen, dass der Bundesrat das Gesetz Anfang Dezember verabschieden wird. Unternehmen bleiben damit rund 18 Monate Zeit, sich auf die ETIAS-Einführung vorzubereiten. Die Regierung verspricht kürzere Grenzwartezeiten und weniger Vignettenbetrug, was zusätzliche Einnahmen von 120 Millionen Euro jährlich bringen soll. Datenschützer warnen jedoch, dass die Risikoprofil-Algorithmen von ETIAS undurchsichtig sind und zu Fehlalarmen führen könnten, die legitime Reisende ausschließen.
Praktisch sollten Arbeitgeber ihre Checklisten für entsandte Mitarbeiter aktualisieren, ETIAS-Felder in Reisegenehmigungsprozesse aufnehmen und Fahrer darauf hinweisen, dass ab 2027 keine physischen Vignetten mehr als Mautnachweis gelten. Wer sich nicht anpasst, riskiert verweigertes Boarding, Bußgelder durch Transportunternehmen oder unerwartete Mautstrafen – Kosten, die die 7-Euro-Gebühr für die Genehmigung bei Weitem übersteigen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News