
Der Güterverkehr zwischen Polen und der Ukraine hat nach mehr als zwei Monaten Protesten polnischer Transportunternehmen einen kritischen Punkt erreicht. Am Grenzübergang Dorohusk–Yahodyn beträgt die Wartezeit zur Ausreise aus Polen inzwischen über 30 Tage, mit rund 1.500 Lkw, die entlang der Nationalstraße 12 geparkt sind, so die Zollverwaltung Lublin. Die Protestorganisatoren lassen nur einen Lkw alle drei Stunden passieren.
Gleichzeitige Blockaden in Rava-Ruska, Krakivets und Shehyni haben weitere 2.600 Lkw festgesetzt, sodass sich die Gesamtschlange am 4. Januar 2026 auf über 4.000 Fahrzeuge summiert. Die polnischen Fahrer fordern die Wiedereinführung von Genehmigungsquoten für ukrainische Transportunternehmen, die Abschaffung der EU-Kabotageliberalisierung und Entschädigungen für steigende Kraftstoffpreise.
Der Stillstand beeinträchtigt inzwischen regionale Lieferketten. Automobilwerke in der Nähe von Katowice und Wrocław warnen vor Produktionsstopps wegen fehlender ukrainischer Bauteile, während Getreideexporteure in Westukraine von wöchentlichen Standgeldkosten in Höhe von einer Million Euro berichten, da beladene Lkw untätig bleiben. Internationale Expressspediteure leiten wertvolle Fracht inzwischen über die Slowakei oder Rumänien um, was die Lieferzeit um 500 km und zwei Tage verlängert.
Diplomatische Bemühungen blieben bislang erfolglos. Warschau argumentiert, dass Brüssel – nicht Warschau – die Genehmigungsregeln ändern müsse, während Kiew darauf besteht, dass die bestehenden EU-„Solidaritätskorridore“ für Kriegszeit-Exporte unverzichtbar bleiben. Die Europäische Kommission hat Vermittler entsandt, verfügt jedoch nur über begrenzten Einfluss auf einen Protest, der formal eine inländische polnische Demonstration ist.
Für Mobilitätsmanager lautet der praktische Rat: Zeitkritische Güter sollten per Bahn über den intermodalen Korridor Medyka–Mostyska oder per Schiff über Gdańsk transportiert werden. Personalwechsel für Projekte in der Ukraine sollten zusätzliche Transitzeiten einplanen, und Arbeitgeber müssen die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer überwachen, um Verstöße durch langes Stehen bei Minustemperaturen zu vermeiden.
Gleichzeitige Blockaden in Rava-Ruska, Krakivets und Shehyni haben weitere 2.600 Lkw festgesetzt, sodass sich die Gesamtschlange am 4. Januar 2026 auf über 4.000 Fahrzeuge summiert. Die polnischen Fahrer fordern die Wiedereinführung von Genehmigungsquoten für ukrainische Transportunternehmen, die Abschaffung der EU-Kabotageliberalisierung und Entschädigungen für steigende Kraftstoffpreise.
Der Stillstand beeinträchtigt inzwischen regionale Lieferketten. Automobilwerke in der Nähe von Katowice und Wrocław warnen vor Produktionsstopps wegen fehlender ukrainischer Bauteile, während Getreideexporteure in Westukraine von wöchentlichen Standgeldkosten in Höhe von einer Million Euro berichten, da beladene Lkw untätig bleiben. Internationale Expressspediteure leiten wertvolle Fracht inzwischen über die Slowakei oder Rumänien um, was die Lieferzeit um 500 km und zwei Tage verlängert.
Diplomatische Bemühungen blieben bislang erfolglos. Warschau argumentiert, dass Brüssel – nicht Warschau – die Genehmigungsregeln ändern müsse, während Kiew darauf besteht, dass die bestehenden EU-„Solidaritätskorridore“ für Kriegszeit-Exporte unverzichtbar bleiben. Die Europäische Kommission hat Vermittler entsandt, verfügt jedoch nur über begrenzten Einfluss auf einen Protest, der formal eine inländische polnische Demonstration ist.
Für Mobilitätsmanager lautet der praktische Rat: Zeitkritische Güter sollten per Bahn über den intermodalen Korridor Medyka–Mostyska oder per Schiff über Gdańsk transportiert werden. Personalwechsel für Projekte in der Ukraine sollten zusätzliche Transitzeiten einplanen, und Arbeitgeber müssen die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer überwachen, um Verstöße durch langes Stehen bei Minustemperaturen zu vermeiden.
Quelle: Ukrinform