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Spanien plant Mietobergrenzen für Ferienwohnungen und verschärfte Regeln für Saisonmieten angesichts der Wohnraumknappheit

Jan. 13, 2026
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Spanien plant Mietobergrenzen für Ferienwohnungen und verschärfte Regeln für Saisonmieten angesichts der Wohnraumknappheit
Das spanische Kabinett bereitet ein umfassendes Dekret vor, das die Mietpreise für einzelne Zimmer begrenzen und sogenannte „Saisonmieten“ eindämmen soll, die zunehmend als de-facto Langzeitverträge genutzt werden. Ministerpräsident Pedro Sánchez stellte den Reformentwurf am Montag, den 12. Januar 2026, vor, während er den Baubeginn des öffentlichen Wohnungsbauprojekts Campamento mit 10.700 Einheiten in Madrid einläutete.

Nach den geplanten Regelungen darf die Gesamtmiete für Zimmer in einer Wohnung die gesetzliche Obergrenze, die bereits für eine gesamte Wohnung in derselben Gegend gilt, nicht überschreiten. Vermieter, die einen bestehenden Mietvertrag ohne Mieterhöhung verlängern, erhalten eine vollständige Steuererleichterung von 100 Prozent, während bei neuen Verträgen innerhalb der regulierten Preisspanne eine Steuerermäßigung von 50 Prozent gewährt wird. Mittelfristige „Saisonmieten“ – oft genutzt, um Mieterschutzgesetze zu umgehen – werden auf sechs Monate begrenzt und müssen durch einen nachweisbaren vorübergehenden Bedarf (Studium, medizinische Behandlung oder kurzfristiger Arbeitseinsatz) belegt werden. Die wiederholte Nutzung von Saisonverträgen mit demselben Mieter wird verboten.

Spanien plant Mietobergrenzen für Ferienwohnungen und verschärfte Regeln für Saisonmieten angesichts der Wohnraumknappheit


Die nationale Regierung sieht die Maßnahme als unverzichtbar, um spekulative Vermietungen in touristischen Hotspots wie Barcelona, Málaga und auf den Balearen einzudämmen, wo die Durchschnittsmieten seit 2020 um mehr als 40 Prozent gestiegen sind und sowohl Einheimische als auch neu zuziehende ausländische Arbeitskräfte unter Druck setzen. Wohnungsstaatssekretärin Isabel Rodríguez schätzt, dass das Dekret im ersten Jahr der Umsetzung 80.000 Einheiten wieder dem konventionellen Langzeitmarkt zuführen könnte.

Für multinationale Arbeitgeber verringert die Reform die Kostenlücke zwischen traditionellen Mietverträgen und der oft für Juniorentsendungen oder rotierende Mitarbeiter genutzten Zimmervermietung. Personal- und Mobilitätsmanager sollten mit erhöhten Compliance-Anforderungen rechnen: Unternehmen, die Unterkünfte für Mitarbeiter anmieten, müssen sicherstellen, dass die Verträge die neuen Preisobergrenzen einhalten und dass als „saisonal“ klassifizierte Firmenmieten die verschärften Kriterien erfüllen. Umzugsdienstleister warnen zudem, dass die Verschärfung einige Vermieter in den unregulierten Kurzzeitmarkt drängen könnte, was die Verfügbarkeit während Spitzenzeiten erschwert.

Da die Wohnungsregulierung in Spanien teilweise dezentralisiert ist, müssen die 17 Regionalregierungen „Stresszonen“ ausweisen und die neuen Regeln durchsetzen. Linke Regionen wie Katalonien und Valencia haben ihre Unterstützung signalisiert, während konservative Verwaltungen in Madrid und Andalusien angekündigt haben, das Dekret möglicherweise gerichtlich anzufechten, da Preisobergrenzen Investitionen in neuen Wohnraum hemmen könnten. Der politische Machtkampf könnte zu einem Flickenteppich bei der Durchsetzung führen, weshalb Unternehmen mit landesweiten Mobilitätsprogrammen die regionalen Bekanntmachungen genau beobachten sollten.
Quelle: Reuters

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