
Neue Daten, die am Donnerstag vom Tschechischen Statistischen Amt (ČSÚ) veröffentlicht wurden, verdeutlichen, wie schnell sich das demografische Profil des Landes verändert. Zum 31. Dezember 2024 – die Zahlen wurden nach endgültiger Validierung am 22. Januar 2026 veröffentlicht – hatten 1.094.089 ausländische Staatsbürger einen legalen Wohnsitz in Tschechien, was 10 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Die ausländische Wohnbevölkerung wuchs innerhalb eines Jahres um mehr als 28.000 und machte damit nahezu das gesamte Bevölkerungswachstum aus.
Ukrainer bleiben mit rund 594.000 Personen die mit Abstand größte Gruppe, gefolgt von Slowaken (124.000), Vietnamesen (69.000) und Russen (38.000). Prag ist mittlerweile zu 25 Prozent von Ausländern geboren – ein Anteil, der mit Wien vergleichbar und höher als in Berlin ist. Die Daten bestätigen, was Arbeitgeber bereits wissen: Ohne Zuwanderung würde der Arbeitsmarkt aufgrund von Renteneintritten jährlich um 40.000 Arbeitskräfte schrumpfen.
Für Teams im Bereich Unternehmensmobilität haben diese Zahlen mehrere praktische Folgen. Erstens ist nicht mit einer Entspannung bei Terminen für Mitarbeiterkarten und Blaue Karten zu rechnen; Unternehmen sollten weiterhin sechsmonatige Vorlaufzeiten bei der Personalplanung berücksichtigen. Zweitens setzen sich vor allem Gemeinden in Prag und Brünn dafür ein, dass das kommende Aufenthaltsgesetz ab 2027 eine verpflichtende Registrierung für EU-Bürger vorsieht, was die Compliance-Anforderungen für innerbetriebliche Versetzungen verschärfen würde.
Die Statistik fließt auch in die politische Debatte ein. Der Koalitionspartner der neuen Babiš-Regierung, Freiheit und direkte Demokratie (SPD), fordert Quoten für die Einstellung von Nicht-EU-Bürgern, doch Branchenverbände verweisen auf die ČSÚ-Daten als Beleg dafür, dass ausländische Arbeitskräfte bereits heute entscheidend für das BIP-Wachstum sind. Plötzliche Einschränkungen könnten daher die Produktion in der Industrie und die Ausbaupläne für Shared Services beeinträchtigen.
Mobilitätsmanager sollten die Führungsebene darauf vorbereiten, dass sich die öffentliche Rhetorik zwar verschärfen könnte, die demografische Realität jedoch ein starkes Argument für die Beibehaltung – wenn nicht sogar Ausweitung – von Fachkräfteprogrammen wie dem Hochqualifizierten-Mitarbeiter-Programm und dem Digital-Nomaden-Pilotprojekt liefert.
Ukrainer bleiben mit rund 594.000 Personen die mit Abstand größte Gruppe, gefolgt von Slowaken (124.000), Vietnamesen (69.000) und Russen (38.000). Prag ist mittlerweile zu 25 Prozent von Ausländern geboren – ein Anteil, der mit Wien vergleichbar und höher als in Berlin ist. Die Daten bestätigen, was Arbeitgeber bereits wissen: Ohne Zuwanderung würde der Arbeitsmarkt aufgrund von Renteneintritten jährlich um 40.000 Arbeitskräfte schrumpfen.
Für Teams im Bereich Unternehmensmobilität haben diese Zahlen mehrere praktische Folgen. Erstens ist nicht mit einer Entspannung bei Terminen für Mitarbeiterkarten und Blaue Karten zu rechnen; Unternehmen sollten weiterhin sechsmonatige Vorlaufzeiten bei der Personalplanung berücksichtigen. Zweitens setzen sich vor allem Gemeinden in Prag und Brünn dafür ein, dass das kommende Aufenthaltsgesetz ab 2027 eine verpflichtende Registrierung für EU-Bürger vorsieht, was die Compliance-Anforderungen für innerbetriebliche Versetzungen verschärfen würde.
Die Statistik fließt auch in die politische Debatte ein. Der Koalitionspartner der neuen Babiš-Regierung, Freiheit und direkte Demokratie (SPD), fordert Quoten für die Einstellung von Nicht-EU-Bürgern, doch Branchenverbände verweisen auf die ČSÚ-Daten als Beleg dafür, dass ausländische Arbeitskräfte bereits heute entscheidend für das BIP-Wachstum sind. Plötzliche Einschränkungen könnten daher die Produktion in der Industrie und die Ausbaupläne für Shared Services beeinträchtigen.
Mobilitätsmanager sollten die Führungsebene darauf vorbereiten, dass sich die öffentliche Rhetorik zwar verschärfen könnte, die demografische Realität jedoch ein starkes Argument für die Beibehaltung – wenn nicht sogar Ausweitung – von Fachkräfteprogrammen wie dem Hochqualifizierten-Mitarbeiter-Programm und dem Digital-Nomaden-Pilotprojekt liefert.
Quelle: Týden.cz
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