
Die Europäische Kommission hat am 29. Januar 2026 erstmals eine EU-Visa-Strategie vorgestellt, begleitet von einer Empfehlung zur Anziehung von Talenten für Innovationen. Für Belgien – das die EU-Institutionen beherbergt und jährlich fast eine Million Schengen-Visumanträge bearbeitet – ist dieses Paket von großer Bedeutung. Die Strategie verspricht eine „strategischere, sicherere und wettbewerbsfähigere“ Visapolitik für den gesamten Schengen-Raum. Vorgesehen sind strengere Kontrollen der visafreien Regelungen, gezielte Einschränkungen bei mangelnder Kooperation von Partnerländern bei Rückführungen sowie höhere Sicherheitsstandards für Dokumente. Dies könnte neue operative Vorgaben für belgische Konsulate und Grenzbeamte bedeuten.
Gleichzeitig verpflichtet sich die Kommission, die legale Mobilität für Touristen, Geschäftsreisende und entsandte Mitarbeiter zu erleichtern. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen länger gültige Mehrfacheinreisevisa für „vertrauenswürdige Reisende“, die vollständige digitale Antragstellung und Bezahlung bis 2028 sowie eine engere Abstimmung zwischen Konsulardiensten und Grenzkontroll-Datenbanken. Für belgische Arbeitgeber könnten diese Schritte Unsicherheiten bei kurzfristigen Entsendungen verringern und die Bearbeitungszeiten verkürzen, sobald Konsulate durchgängige E-Visa-Plattformen einführen.
Parallel dazu fordert die unverbindliche Empfehlung zur Talentförderung die Mitgliedstaaten auf, „Fast-Track“-Kanäle für Forschende, MINT-Absolventen, Gründer und andere Innovationsprofile einzurichten. Sie empfiehlt vereinfachte Dokumentationen, kürzere Entscheidungsfristen, reibungslosere Übergänge von Studium oder Forschung in den Arbeitsmarkt sowie verbesserte Mobilität innerhalb der EU, damit hochqualifizierte Fachkräfte ohne erneuten Genehmigungsprozess zwischen Büros wechseln können. Multinationale Unternehmen mit Sitz in Brüssel kritisieren seit langem, dass die regional unterschiedlichen Regeln Belgiens das Land im Vergleich zu Nachbarn wie den Niederlanden weniger attraktiv machen; das von der Kommission entwickelte Benchmarking-Tool und regelmäßige Peer-Reviews sollen solche Engpässe aufdecken.
Praktisch liegt der Ball nun bei den föderalen und regionalen Behörden Belgiens. Sie müssen die 2025 verabschiedete Digital-Visa-Verordnung umsetzen und entscheiden, ob sie die von der Kommission empfohlenen „Innovationsgenehmigungen“ übernehmen oder bestehende Programme wie die Brüsseler Start-Up-Genehmigung ausbauen. Interessengruppen erwarten detaillierte Umsetzungsvorschläge während der belgischen EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Für Mobility-Manager lautet die unmittelbare Botschaft: Es steht eine Veränderung auf zwei Ebenen bevor – strengere Sicherheitsprüfungen, aber auch potenziell schnellere und planbarere Bearbeitungsprozesse für vertrauenswürdige Reisende. Unternehmen sollten damit beginnen, ihre entsandten Mitarbeiter zu erfassen, Vorlagen für unterstützende Dokumente auf digitale Einreichung zu überprüfen und den Dialog mit den regionalen Behörden suchen, um sicherzustellen, dass Belgiens neue Regelungen im EU-Talentmarkt wettbewerbsfähig bleiben.
Gleichzeitig verpflichtet sich die Kommission, die legale Mobilität für Touristen, Geschäftsreisende und entsandte Mitarbeiter zu erleichtern. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen länger gültige Mehrfacheinreisevisa für „vertrauenswürdige Reisende“, die vollständige digitale Antragstellung und Bezahlung bis 2028 sowie eine engere Abstimmung zwischen Konsulardiensten und Grenzkontroll-Datenbanken. Für belgische Arbeitgeber könnten diese Schritte Unsicherheiten bei kurzfristigen Entsendungen verringern und die Bearbeitungszeiten verkürzen, sobald Konsulate durchgängige E-Visa-Plattformen einführen.
Parallel dazu fordert die unverbindliche Empfehlung zur Talentförderung die Mitgliedstaaten auf, „Fast-Track“-Kanäle für Forschende, MINT-Absolventen, Gründer und andere Innovationsprofile einzurichten. Sie empfiehlt vereinfachte Dokumentationen, kürzere Entscheidungsfristen, reibungslosere Übergänge von Studium oder Forschung in den Arbeitsmarkt sowie verbesserte Mobilität innerhalb der EU, damit hochqualifizierte Fachkräfte ohne erneuten Genehmigungsprozess zwischen Büros wechseln können. Multinationale Unternehmen mit Sitz in Brüssel kritisieren seit langem, dass die regional unterschiedlichen Regeln Belgiens das Land im Vergleich zu Nachbarn wie den Niederlanden weniger attraktiv machen; das von der Kommission entwickelte Benchmarking-Tool und regelmäßige Peer-Reviews sollen solche Engpässe aufdecken.
Praktisch liegt der Ball nun bei den föderalen und regionalen Behörden Belgiens. Sie müssen die 2025 verabschiedete Digital-Visa-Verordnung umsetzen und entscheiden, ob sie die von der Kommission empfohlenen „Innovationsgenehmigungen“ übernehmen oder bestehende Programme wie die Brüsseler Start-Up-Genehmigung ausbauen. Interessengruppen erwarten detaillierte Umsetzungsvorschläge während der belgischen EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Für Mobility-Manager lautet die unmittelbare Botschaft: Es steht eine Veränderung auf zwei Ebenen bevor – strengere Sicherheitsprüfungen, aber auch potenziell schnellere und planbarere Bearbeitungsprozesse für vertrauenswürdige Reisende. Unternehmen sollten damit beginnen, ihre entsandten Mitarbeiter zu erfassen, Vorlagen für unterstützende Dokumente auf digitale Einreichung zu überprüfen und den Dialog mit den regionalen Behörden suchen, um sicherzustellen, dass Belgiens neue Regelungen im EU-Talentmarkt wettbewerbsfähig bleiben.
Quelle: European Commission – DG HOME
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