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Entwurf der Kundenrechte-Charta für die Luftfahrt setzt Fluggesellschaften bei Verspätungen und Rückerstattungen unter Druck

Feb. 9, 2026
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Entwurf der Kundenrechte-Charta für die Luftfahrt setzt Fluggesellschaften bei Verspätungen und Rückerstattungen unter Druck
Ein durchgesickter Entwurf der bundesweiten Kundenrechte-Charta für die Luftfahrt, berichtet von The West Australian am 8. Februar, skizziert verbindliche Entschädigungsregeln, die Australien näher an das bekannte EU-EC 261-Regime heranführen würden. Dem Vorschlag zufolge erhalten Passagiere auf Flügen nach, von oder innerhalb Australiens automatische Barauszahlungen bei Annullierungen sowie gestaffelte Entschädigungen zwischen 150 und 600 AUD bei Verspätungen von mehr als drei Stunden.

Fluggesellschaften und Flughäfen warnen, dass das System die Anzahl der Beschwerden über Nacht verdreifachen könnte. Interne Memos von zwei Airlines, die der Zeitung vorliegen, prognostizieren zusätzlich 40 Vollzeitstellen in den Kundenservice-Teams allein zur Bearbeitung der Ansprüche. Die Billigfluggesellschaft Jetstar kritisiert, dass das Pauschalsystem die operativen Gegebenheiten entlegener Regionalflughäfen ignoriert, während der Flughafen Sydney fordert, dass Entschädigungsregeln nur für Airlines gelten sollten, nicht für Infrastrukturbetreiber.

Entwurf der Kundenrechte-Charta für die Luftfahrt setzt Fluggesellschaften bei Verspätungen und Rückerstattungen unter Druck


Verbraucherschützer begrüßen den Entwurf, fordern jedoch von der Regierung strikte Fristen für Reaktionen und eine Durchsetzungsmöglichkeit für das geplante Ombudsmann-System in der Luftfahrt. Sie weisen darauf hin, dass 2025 28 Prozent der internationalen Flüge nach Australien verspätet waren, was Reisenden geschätzte 185 Millionen AUD an zusätzlichen Kosten verursachte.

Für Firmenreisende könnte die Charta die Fürsorgepflicht vereinfachen: Reisebüros könnten Entschädigungen automatisch über GDS-Integrationen geltend machen, was manuelle Rückerstattungsanfragen reduziert. Allerdings wird erwartet, dass Airlines einige Kosten durch höhere Grundtarife und Zusatzgebühren ausgleichen, sobald die Charta voraussichtlich Ende 2026 nach Abschluss der nächsten Konsultationsrunde in Kraft tritt.

Mobilitätsteams sollten den Zeitplan der Konsultation genau verfolgen und eine Rückmeldung erwägen, insbesondere zur Wechselwirkung zwischen der Charta und bestehenden Firmen-Tarifvereinbarungen.
Quelle: The West Australian

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