
Treni Regionali Ticino Lombardia (TILO), das Gemeinschaftsunternehmen der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und Italiens Trenord, beförderte im Jahr 2025 rekordverdächtige 25 Millionen Fahrgäste – ein Plus von 3,7 % gegenüber dem Vorjahr und 50 % mehr als vor der Pandemie 2019, wie das Unternehmen am 5. März bekannt gab. Dieser Meilenstein unterstreicht die wachsende Bedeutung der Bahn für die täglich 80.000 Grenzgänger, die in der italienischen Lombardei leben und in Tessin arbeiten, sowie für Schweizer, die sich eine günstige Anbindung an Mailand wünschen. (swissinfo.ch)
Mehrere Infrastrukturverbesserungen haben diesen Boom befeuert. Die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels im Jahr 2020 verkürzte die Fahrzeit zwischen Lugano und Locarno auf unter 30 Minuten, während die 2018 eröffnete Strecke Mendrisio–Varese und neue Zwischenhalte die Netzverbindung verbesserten. Im Oktober 2025 wurde mit fast 88.000 Fahrgästen pro Tag ein Monatsrekord aufgestellt; der Bahnhof Lugano verzeichnete täglich 31.000 TILO-Passagiere, Milano Centrale 16.400. (swissinfo.ch)
Für Arbeitgeber auf beiden Seiten der Grenze bestätigen die Zahlen, dass verlässliche Bahnverbindungen heute unverzichtbar für die Mobilität von Fachkräften sind. Schweizer Hersteller im Industriegebiet Mendrisio berichten von leichterer Rekrutierung spezialisierter italienischer Mitarbeiter, die nicht umziehen wollen, aber gerne pendeln. Umgekehrt sagen Modeunternehmen mit Sitz in Mailand, dass der Wochenendstrom an Schweizer Einkäufern den Einzelhandel ankurbelt und die Einstellung von zweisprachigem Personal rechtfertigt.
Der Anstieg hat auch Auswirkungen auf die Bewilligungspolitik. Die Tessiner Behörden, die G-Bewilligungen für Grenzgänger ausstellen, erwarten 2026 erneut steigende Anträge und digitalisieren ihre Abläufe, um dem gerecht zu werden. Personalabteilungen sollten ihre grenzüberschreitenden Mitarbeitenden daran erinnern, dass G-Bewilligungen jährlich erneuert und Adressänderungen bei Wohnsitzwechsel in Italien gemeldet werden müssen.
Mit Blick in die Zukunft plant TILO eine höhere Taktfrequenz auf der RE80-Strecke Mailand–Lugano–Locarno und setzt sich für Fördermittel ein, um ausgewählte S50-Verbindungen bis zum Flughafen Malpensa auszudehnen. Wird dies genehmigt, hätten Pendler eine durchgehende Verbindung vom Geschäftsviertel Lugano bis zum interkontinentalen Flughafen – ein weiterer Schritt zur engeren Verzahnung der Schweizer und italienischen Arbeitsmärkte.
Mehrere Infrastrukturverbesserungen haben diesen Boom befeuert. Die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels im Jahr 2020 verkürzte die Fahrzeit zwischen Lugano und Locarno auf unter 30 Minuten, während die 2018 eröffnete Strecke Mendrisio–Varese und neue Zwischenhalte die Netzverbindung verbesserten. Im Oktober 2025 wurde mit fast 88.000 Fahrgästen pro Tag ein Monatsrekord aufgestellt; der Bahnhof Lugano verzeichnete täglich 31.000 TILO-Passagiere, Milano Centrale 16.400. (swissinfo.ch)
Für Arbeitgeber auf beiden Seiten der Grenze bestätigen die Zahlen, dass verlässliche Bahnverbindungen heute unverzichtbar für die Mobilität von Fachkräften sind. Schweizer Hersteller im Industriegebiet Mendrisio berichten von leichterer Rekrutierung spezialisierter italienischer Mitarbeiter, die nicht umziehen wollen, aber gerne pendeln. Umgekehrt sagen Modeunternehmen mit Sitz in Mailand, dass der Wochenendstrom an Schweizer Einkäufern den Einzelhandel ankurbelt und die Einstellung von zweisprachigem Personal rechtfertigt.
Der Anstieg hat auch Auswirkungen auf die Bewilligungspolitik. Die Tessiner Behörden, die G-Bewilligungen für Grenzgänger ausstellen, erwarten 2026 erneut steigende Anträge und digitalisieren ihre Abläufe, um dem gerecht zu werden. Personalabteilungen sollten ihre grenzüberschreitenden Mitarbeitenden daran erinnern, dass G-Bewilligungen jährlich erneuert und Adressänderungen bei Wohnsitzwechsel in Italien gemeldet werden müssen.
Mit Blick in die Zukunft plant TILO eine höhere Taktfrequenz auf der RE80-Strecke Mailand–Lugano–Locarno und setzt sich für Fördermittel ein, um ausgewählte S50-Verbindungen bis zum Flughafen Malpensa auszudehnen. Wird dies genehmigt, hätten Pendler eine durchgehende Verbindung vom Geschäftsviertel Lugano bis zum interkontinentalen Flughafen – ein weiterer Schritt zur engeren Verzahnung der Schweizer und italienischen Arbeitsmärkte.
Quelle: SWI swissinfo.ch