
Ein neuer Zusammenschluss von Pädagogen und Integrationsdienstleistern fordert dringend eine Reform des australischen Adult Migrant English Program (AMEP). Frontlehrer berichteten ABC News, dass das 75 Jahre alte Programm viele Neuankömmlinge nicht ausreichend darauf vorbereitet, alltägliche Gespräche auf Englisch zu führen.
Im Rahmen des staatlich finanzierten AMEP erhalten jährlich etwa 53.000 humanitäre Zuwanderer und andere berechtigte Migranten bis zu 510 Stunden kostenlosen Unterricht bei 13 Vertragspartnern, meist staatlichen und regionalen TAFE-Einrichtungen. Doch Lehrkräfte des Southern Migrant and Refugee Centre im äußeren Vorort von Melbourne berichten, dass viele Teilnehmer den Kurs verlassen, ohne in der Lage zu sein, einen Anruf entgegenzunehmen oder mit Nachbarn zu sprechen.
Die afghanische Witwe Nosrat Haidari, die das volle Stundenkontingent bei zwei Anbietern absolvierte, sagte gegenüber ABC, sie habe nach Kursende „nicht einmal ans Telefon gehen können“. Sie erinnerte sich an Unterrichtsstunden, die vor allem aus kopierten Arbeitsblättern bestanden, aber wenig Praxisbezug hatten.
Der australische Dachverband Australian Council of TESOL Associations teilt diese Kritik und bemängelt, dass die kompetenzbasierten Bewertungen des Programms schriftliche Übungen stärker belohnen als mündliche Sprachfertigkeit. Eine aktuelle Prüfung durch das Australian National Audit Office sowie eine parlamentarische Untersuchung kamen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass AMEP-Verträge eher auf Anwesenheitsstunden und bürokratische Vorgaben als auf tatsächliche Lernerfolge ausgerichtet sind.
Lehrkräfte kritisieren zudem, dass die zunehmende Vertragsvergabe an wechselnde Anbieter zu Konkurrenzkämpfen führt, die Kontinuität und Innovation im Unterricht untergraben. Das Innenministerium hatte ein neues Geschäftsmodell ab dem 1. Januar 2026 angekündigt, verlängerte jedoch Ende letzten Jahres die bestehenden Verträge um weitere zwölf Monate, nachdem eine Ausschreibung als „nicht kosteneffizient“ bewertet wurde.
Das Büro der Ministerin für Multikulturelle Angelegenheiten, Anne Aly, betont, dass 90 Prozent der ehemaligen Teilnehmer berichten, das Programm helfe ihnen bei alltäglichen Aufgaben. Anbieter und Gemeinschaftsorganisationen fordern jedoch eine grundlegende Neugestaltung: Langfristige Verträge, ein stärkerer Fokus auf Konversation und digitale Kompetenzen sowie sichere Arbeitsverhältnisse für Lehrkräfte, um Kurse besser an den tatsächlichen Bedürfnissen der Neuankömmlinge auszurichten.
Für Arbeitgeber und Umzugsmanager ist die Debatte von großer Bedeutung, da AMEP ein zentraler Baustein der australischen Integrationsinfrastruktur ist: Je schneller Neuankömmlinge Englisch für den Arbeitsplatz erlernen, desto schneller können sie Fachkräftelücken schließen. Schlechte Lernergebnisse verlängern Einarbeitungszeiten, erhöhen Dolmetscherkosten und könnten potenzielle Talente abschrecken.
Unternehmen mit Diversity-Zielen sollten daher die bevorstehenden Ankündigungen des Innenministeriums zur AMEP-Reform genau verfolgen und eine Zusammenarbeit mit Community Colleges oder internen Sprachprogrammen in Betracht ziehen, um die Lücke zu überbrücken, während Canberra das Programm neu ausrichtet.
Im Rahmen des staatlich finanzierten AMEP erhalten jährlich etwa 53.000 humanitäre Zuwanderer und andere berechtigte Migranten bis zu 510 Stunden kostenlosen Unterricht bei 13 Vertragspartnern, meist staatlichen und regionalen TAFE-Einrichtungen. Doch Lehrkräfte des Southern Migrant and Refugee Centre im äußeren Vorort von Melbourne berichten, dass viele Teilnehmer den Kurs verlassen, ohne in der Lage zu sein, einen Anruf entgegenzunehmen oder mit Nachbarn zu sprechen.
Die afghanische Witwe Nosrat Haidari, die das volle Stundenkontingent bei zwei Anbietern absolvierte, sagte gegenüber ABC, sie habe nach Kursende „nicht einmal ans Telefon gehen können“. Sie erinnerte sich an Unterrichtsstunden, die vor allem aus kopierten Arbeitsblättern bestanden, aber wenig Praxisbezug hatten.
Der australische Dachverband Australian Council of TESOL Associations teilt diese Kritik und bemängelt, dass die kompetenzbasierten Bewertungen des Programms schriftliche Übungen stärker belohnen als mündliche Sprachfertigkeit. Eine aktuelle Prüfung durch das Australian National Audit Office sowie eine parlamentarische Untersuchung kamen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass AMEP-Verträge eher auf Anwesenheitsstunden und bürokratische Vorgaben als auf tatsächliche Lernerfolge ausgerichtet sind.
Lehrkräfte kritisieren zudem, dass die zunehmende Vertragsvergabe an wechselnde Anbieter zu Konkurrenzkämpfen führt, die Kontinuität und Innovation im Unterricht untergraben. Das Innenministerium hatte ein neues Geschäftsmodell ab dem 1. Januar 2026 angekündigt, verlängerte jedoch Ende letzten Jahres die bestehenden Verträge um weitere zwölf Monate, nachdem eine Ausschreibung als „nicht kosteneffizient“ bewertet wurde.
Das Büro der Ministerin für Multikulturelle Angelegenheiten, Anne Aly, betont, dass 90 Prozent der ehemaligen Teilnehmer berichten, das Programm helfe ihnen bei alltäglichen Aufgaben. Anbieter und Gemeinschaftsorganisationen fordern jedoch eine grundlegende Neugestaltung: Langfristige Verträge, ein stärkerer Fokus auf Konversation und digitale Kompetenzen sowie sichere Arbeitsverhältnisse für Lehrkräfte, um Kurse besser an den tatsächlichen Bedürfnissen der Neuankömmlinge auszurichten.
Für Arbeitgeber und Umzugsmanager ist die Debatte von großer Bedeutung, da AMEP ein zentraler Baustein der australischen Integrationsinfrastruktur ist: Je schneller Neuankömmlinge Englisch für den Arbeitsplatz erlernen, desto schneller können sie Fachkräftelücken schließen. Schlechte Lernergebnisse verlängern Einarbeitungszeiten, erhöhen Dolmetscherkosten und könnten potenzielle Talente abschrecken.
Unternehmen mit Diversity-Zielen sollten daher die bevorstehenden Ankündigungen des Innenministeriums zur AMEP-Reform genau verfolgen und eine Zusammenarbeit mit Community Colleges oder internen Sprachprogrammen in Betracht ziehen, um die Lücke zu überbrücken, während Canberra das Programm neu ausrichtet.
Quelle: ABC News
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