
Die Kanzlei MinterEllison hat eine technische Warnung herausgegeben, die auf die geschäftlichen Risiken der gleichen Änderung der Subclass-407-Regel zum 11. März 2026 hinweist. Sie betont, dass Bewerber im Inland erst nach Erteilung der Sponsorship- und Nominierungsbescheide eine Bridging-Visa erhalten können. Das bedeutet, dass Auszubildende, deren aktuelles Visum vorher abläuft, Australien verlassen oder einen anderen Aufenthaltsstatus sichern müssen. Die Kanzlei weist auf mögliche Verstöße gegen das Fair-Work-Gesetz hin, wenn Auszubildende, die ins Ausland geschickt wurden, weiterhin aus der Ferne arbeiten, ohne dass eine ordnungsgemäße Lohn- und Steuerbehandlung erfolgt. Die Empfehlung lautet, dass Personalabteilungen Sponsorship- und Nominierungsanträge „rechtzeitig vor Beginn der Ausbildung“ einreichen, insbesondere bei klinischen oder sicherheitskritischen Tätigkeiten (z. B. Krankenhausärzte, Bergbaubetriebe), die eine physische Anwesenheit erfordern. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Bundesbehörden weiterhin von der Nominierungspflicht ausgenommen sind, was zu Wettbewerbsverzerrungen zwischen öffentlichen Ausbildungsprogrammen und privaten Arbeitgebern führt. MinterEllison erwartet einen Anstieg bei Arbeitgebern, die für dringende Einsätze auf das Temporary Skill Shortage (TSS)-Visum umsteigen, obwohl dieses höhere Gehaltsanforderungen und Arbeitsmarktprüfungen mit sich bringt. Unternehmen wird daher geraten, Kosten-Nutzen-Szenarien zu analysieren und eine Akkreditierung als Sponsor zu beantragen, um die Bearbeitungszeiten zu verkürzen. Die Warnung ist Teil eines größeren Trends von Kanzlei-Informationen, die darauf hinweisen, dass die „radikale Vereinfachung“ der Migrationsreformen der Regierung mit strengeren Integritätsvorschriften einhergeht. Verantwortliche für Mobilität und globale Talente sollten sicherstellen, dass Führungskräfte die operativen Auswirkungen verstehen – von Verzögerungen beim Starttermin bis hin zu möglichen Strafzahlungen bei Projektverzögerungen. Abschließend warnt die Kanzlei, dass Prüfer die Nichtbeachtung der neuen Reihenfolge und daraus resultierende illegale Arbeit als Verstoß gegen Sponsorship-Verpflichtungen werten könnten, was Unternehmen für zukünftige Nominierungen sperren kann.
Quelle: MinterEllison