
Reisende in Südwest-Ontario können bald ihre internationale Reise am Chris Hadfield Airport in Sarnia beginnen – obwohl dort keine kommerziellen Flugzeuge starten – dank einer Erweiterung der Partnerschaft von Air Canada mit dem Bodentransportunternehmen Landline. Das Flughafenpersonal bestätigte bei einer Informationsveranstaltung am 13. März 2026, dass ab dem 15. Juni täglich zwei Busverbindungen zum Toronto Pearson Airport (YYZ) angeboten werden, die direkt über das Buchungssystem von Air Canada unter der Flugnummer YZR gebucht werden können. Die Landline-Busse sind sichere, mit WLAN ausgestattete Reisebusse, die mit dem Air Canada-Logo an der Heckflosse gebrandet sind. Passagiere checken am lokalen Flughafen ein und geben ihr Gepäck ab, bevor sie mit den gesicherten Bussen zum Pearson Airport fahren, dort die Sicherheitskontrolle passieren und auf Anschlussflüge umsteigen. Dieses Modell, das bereits an den Flughäfen Waterloo (YKF) und Kingston (YGK) eingesetzt wird, ermöglicht es der Fluggesellschaft, ihr Streckennetz in weniger frequentierten Märkten ohne die Kosten für Regionaljets aufrechtzuerhalten. Für Firmenreisemanager ist die Ankündigung besonders wichtig: Sarnia beherbergt zahlreiche Energie- und Petrochemieunternehmen, deren Mitarbeiter häufig Langstreckenflüge über Toronto nutzen. Das durchgehende Ticket schützt Verbindungen gemäß den Air Passenger Protection Regulations, sodass verpasste Anschlussflüge wie bei regulären Reiserouten neu gebucht werden. Reisende sammeln zudem Aeroplan-Punkte und können ihr Gepäck bis zum Endziel durchchecken, wodurch eine fast dreistündige Autofahrt zum Pearson Airport entfällt. Die Flughafenbehörden gehen davon aus, dass der Service jährlich bis zu 35.000 Pkw-Fahrten reduzieren könnte, was die regionalen Klimaziele unterstützt. Sie setzen sich bei Transport Canada dafür ein, eine CATSA-Sicherheitskontrolle vor Ort zu genehmigen, damit zukünftige Landline-Abfahrten direkt in den gesicherten Bereich des Pearson Airports gelangen können – ein Schritt, der pro Fahrt weitere 40 Minuten Zeit spart und das Angebot für zeitkritische Geschäftsreisende attraktiver macht. Air Canada deutete an, dass weitere Landline-Standorte, darunter Sudbury und North Bay, geprüft werden. Sollte dies genehmigt werden, könnte das Boden-Luft-Modell zum Vorbild für die Wiederbelebung der Anbindung kleinerer kanadischer Flughäfen werden – angesichts des chronischen Pilotenmangels und der hohen Betriebskosten in der Region.
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