
Der spanische Ministerrat hat mit dem Real Decreto-ley 7/2026 – veröffentlicht im Boletín Oficial del Estado am 21. März – den Zeitplan für große Arbeitgeber bei der Erstellung und Umsetzung von Nachhaltigen Mobilitätsplänen am Arbeitsplatz (Planes de Movilidad Sostenible al Trabajo, PMST) um ein ganzes Jahr vorgezogen. Die Änderung betrifft Artikel 26 des spanischen Nachhaltigkeitsgesetzes von 2025 und bedeutet, dass ab sofort alle privaten Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen, die an einem Standort mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigen oder mehr als 100 pro Schicht, nur noch zwölf Monate (statt bisher 24) Zeit haben, einen konformen Plan vorzulegen. Bei Nichteinhaltung droht die Rückforderung staatlicher Zuschüsse aus dem umfassenden Krisenhilfepaket der Regierung.
PMSTs sind weit mehr als reine Formalitäten. Nach der neuen Regelung müssen Arbeitgeber die vollständigen Wege von Mitarbeitern, Besuchern und Lieferanten erfassen, den öffentlichen Nahverkehr, aktive Mobilität und emissionsarme Verkehrsmittel priorisieren sowie vor Ort Ladeinfrastruktur für emissionsfreie Fahrzeuge bereitstellen. Das Dekret verknüpft die Pläne ausdrücklich mit Arbeitsschutzpflichten und verlangt von Unternehmen, Schulungen zur Verkehrssicherheit und Ziele zur Unfallvermeidung zu integrieren – ein wichtiger Punkt für globale Mobilitäts- und Arbeitssicherheitsmanager.
Besonders relevant für international mobile Mitarbeiter: Telearbeit wird nicht mehr nur als arbeitsrechtlicher Bonus gesehen, sondern als „transversales“ Mobilitätsinstrument. Arbeitgeber sollen Homeoffice „soweit die Art der Tätigkeit es zulässt“ anbieten, was HR-Teams Spielraum für hybride Arbeitsmodelle und „Work-from-anywhere“-Politiken eröffnet, die Pendleraufkommen und CO2-Fußabdruck reduzieren. Multinationale Unternehmen mit Entsendungen nach Spanien müssen daher prüfen, ob entsandte Mitarbeiter teilweise im Homeoffice arbeiten können, um den neuen Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht zu werden.
Diese Maßnahme kommt vor dem Hintergrund stark steigender Energiekosten durch den Konflikt im Iran, den die Regierung als nationale Sicherheitsfrage bewertet. Indem der Zugang zu Krisenhilfemitteln an das Vorhandensein eines PMST geknüpft wird, stellt Madrid nachhaltige Mobilität auf eine Stufe mit Steuer- und Sozialversicherungspflichten. Unternehmen mit Geschäftsjahren von März bis März stehen vor einer unmittelbaren Budgetierungsherausforderung, da das Dekret für bestehende und zukünftige Aktivitäten gilt.
Für Fachleute der globalen Mobilität ist die Botschaft klar: Spanien verankert Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) fest im rechtlichen Rahmen der Mitarbeitermobilität. Firmen, die Mitarbeiter nach Spanien entsenden oder große inländische Belegschaften managen, sollten jetzt bereichsübergreifende Taskforces bilden, damit HR, Immobilien, Reise- und Nachhaltigkeitsteams koordiniert die Frist im März 2027 einhalten. Frühzeitige Umsetzung kann sogar Wettbewerbsvorteile bringen – durch geringere Pendelkosten, höhere Mitarbeiterzufriedenheit und einfacheren Zugang zu öffentlichen Fördermitteln.
PMSTs sind weit mehr als reine Formalitäten. Nach der neuen Regelung müssen Arbeitgeber die vollständigen Wege von Mitarbeitern, Besuchern und Lieferanten erfassen, den öffentlichen Nahverkehr, aktive Mobilität und emissionsarme Verkehrsmittel priorisieren sowie vor Ort Ladeinfrastruktur für emissionsfreie Fahrzeuge bereitstellen. Das Dekret verknüpft die Pläne ausdrücklich mit Arbeitsschutzpflichten und verlangt von Unternehmen, Schulungen zur Verkehrssicherheit und Ziele zur Unfallvermeidung zu integrieren – ein wichtiger Punkt für globale Mobilitäts- und Arbeitssicherheitsmanager.
Besonders relevant für international mobile Mitarbeiter: Telearbeit wird nicht mehr nur als arbeitsrechtlicher Bonus gesehen, sondern als „transversales“ Mobilitätsinstrument. Arbeitgeber sollen Homeoffice „soweit die Art der Tätigkeit es zulässt“ anbieten, was HR-Teams Spielraum für hybride Arbeitsmodelle und „Work-from-anywhere“-Politiken eröffnet, die Pendleraufkommen und CO2-Fußabdruck reduzieren. Multinationale Unternehmen mit Entsendungen nach Spanien müssen daher prüfen, ob entsandte Mitarbeiter teilweise im Homeoffice arbeiten können, um den neuen Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht zu werden.
Diese Maßnahme kommt vor dem Hintergrund stark steigender Energiekosten durch den Konflikt im Iran, den die Regierung als nationale Sicherheitsfrage bewertet. Indem der Zugang zu Krisenhilfemitteln an das Vorhandensein eines PMST geknüpft wird, stellt Madrid nachhaltige Mobilität auf eine Stufe mit Steuer- und Sozialversicherungspflichten. Unternehmen mit Geschäftsjahren von März bis März stehen vor einer unmittelbaren Budgetierungsherausforderung, da das Dekret für bestehende und zukünftige Aktivitäten gilt.
Für Fachleute der globalen Mobilität ist die Botschaft klar: Spanien verankert Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) fest im rechtlichen Rahmen der Mitarbeitermobilität. Firmen, die Mitarbeiter nach Spanien entsenden oder große inländische Belegschaften managen, sollten jetzt bereichsübergreifende Taskforces bilden, damit HR, Immobilien, Reise- und Nachhaltigkeitsteams koordiniert die Frist im März 2027 einhalten. Frühzeitige Umsetzung kann sogar Wettbewerbsvorteile bringen – durch geringere Pendelkosten, höhere Mitarbeiterzufriedenheit und einfacheren Zugang zu öffentlichen Fördermitteln.
Quelle: El País