
Die Hongkong–Zhuhai–Macao-Brücke (HZMB) verzeichnete am 6. April einen neuen Verkehrsrekord mit 29.800 Fahrzeugen innerhalb von 24 Stunden, wie die Einwanderungsbehörde von Zhuhai am Folgetag mitteilte. Davon waren 22.800 Pkw mit Hongkonger oder Macao-Kennzeichen, was die Beliebtheit des Programms „Nordwärts-Reisen für Hongkonger Autos“ unterstreicht, das privaten Autofahrern erlaubt, ohne Zwischenbewilligungen nach Guangdong zu fahren. Während des langen Qingming-Wochenendes nutzten mehr als 77.400 Fahrzeuge den HZMB-Autobahnübergang, davon 72,8 % mit nur einem Kennzeichen. Die Grenzbeamten setzten Notfallpläne um und tauschten Echtzeitdaten mit den Polizeikräften in Guangdong, Hongkong und Macao aus, um die Wartezeiten an den Spitzenzeiten unter 20 Minuten zu halten. Für Mobilitätsmanager in Unternehmen zeigen diese Zahlen, wie das Selbstfahren die grenzüberschreitenden Pendelmuster im Großraum der Greater Bay Area verändert. Firmen mit Standorten auf beiden Seiten des Perlflussdeltas stellen zunehmend fest, dass Mitarbeiter persönliche Fahrzeuge Shuttle-Bussen oder Fähren vorziehen, was Auswirkungen auf Parkraumbedarf und Kilometervergütungen hat. Auch Logistikanbieter profitieren: Leichttransporter unter 5,5 Tonnen können denselben vereinfachten Zollprozess nutzen, wodurch „Fabrik-zu-Hongkong-Lager“-Transportabschnitte ohne Umladung an Landgrenzstellen abgewickelt werden können. Die Behörden kündigen an, die Kapazität der elektronischen Fahrspuren im Sommer auszubauen und dynamische Mautrabatte zu prüfen, um den Verkehr über die Feiertagsspitzen hinaus zu verteilen – Maßnahmen, die die Arbeitsmärkte der drei Jurisdiktionen noch stärker vernetzen könnten.
Quelle: Xinhua