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Spanien genehmigt umfassende Legalisierung und schafft legalen Weg für 500.000 undokumentierte Migranten

Apr. 15, 2026
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Spanien genehmigt umfassende Legalisierung und schafft legalen Weg für 500.000 undokumentierte Migranten
Der spanische Ministerrat hat den lang erwarteten Königlichen Erlass veröffentlicht, der ein sechsmonatiges „außerordentliches Legalisierungsprogramm“ für Personen ohne Aufenthaltserlaubnis in Spanien einleitet. Ab dem 20. April können Nicht-EU-Bürger, die nachweisen können, dass sie vor dem 1. Januar 2026 nach Spanien eingereist sind, mindestens fünf Monate ununterbrochen dort gelebt haben und ein einwandfreies Führungszeugnis vorweisen, eine einjährige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis beantragen. Diese kann nach zwölf Monaten in reguläre Genehmigungen umgewandelt werden. Obwohl Spanien seit 1986 bereits mehrere Amnestien durchgeführt hat, ist dies die größte seit 2005. Das Regierungsinstitut FUNCAS schätzt, dass bis zu 840.000 Personen berechtigt sein könnten, während die Behörden mit etwa 500.000 Anträgen bis zur Frist am 30. Juni rechnen. Die Regierung Sánchez argumentiert, dass die Integration irregulärer Arbeitskräfte in den formellen Arbeitsmarkt die Sozialversicherungsbeiträge erhöhen, den chronischen Fachkräftemangel in Landwirtschaft, Gastronomie und Pflege lindern und das spanische Sozialsystem angesichts der alternden Bevölkerung stabilisieren wird. Kritiker der konservativen Partido Popular warnen hingegen vor einem „Anreiz für illegale Migration“ an den Außengrenzen Europas und einer Überlastung der öffentlichen Dienste. Um der Nachfrage gerecht zu werden, werden Anträge in 60 Sozialversicherungsämtern, 371 Postfilialen und fünf speziellen Einwanderungszentren entgegengenommen. Dennoch warnt die Gewerkschaft CCOO vor „völlig unzureichender“ Personaldecke und hat bereits zu einem Streik aufgerufen (siehe gesonderte Meldung), da sich Rückstände stark ausweiten könnten. Das Ministerium für Integration und Migration plant, 400 temporäre Sachbearbeiter einzusetzen und auf Automatisierung zu setzen, um die durchschnittliche Bearbeitungszeit unter 30 Tagen zu halten. Für Arbeitgeber beseitigt der Erlass eine große Compliance-Hürde: Legalisierte Arbeitskräfte erhalten automatisch volle Arbeitsrechte, was die Umwandlung von Schattenwirtschaftsarbeitern in reguläre Angestellte erleichtert. Unternehmen bereiten bereits standardisierte Stellenangebote vor, damit neu legalisierte Mitarbeiter nach dem ersten Jahr nahtlos in reguläre zweijährige Arbeitserlaubnisse wechseln können. Einwanderungsanwälte empfehlen HR-Teams, „Fast-Track“-Onboarding-Prozesse einzurichten, da viele Antragsteller Beschäftigungsnachweise oder Kontoauszüge spanischer Firmen benötigen, um ihre wirtschaftliche Integration zu belegen. Praktische Tipps für Entsandte und Mobility-Manager: • Beginnen Sie jetzt mit der Sammlung von Nachweisen für den ununterbrochenen Aufenthalt (Stromrechnungen, Mietverträge, Schulunterlagen). • Vereinbaren Sie frühzeitig Termine – die Online-Antragstellung startet am 18. April, aber persönliche Termine in größeren Städten werden voraussichtlich innerhalb weniger Stunden vergeben sein. • Weisen Sie Antragsteller darauf hin, dass das Beckham-Steuerregime unter der vorübergehenden Erlaubnis nicht gilt; es gelten die regulären spanischen Steuervorschriften, bis längere Genehmigungen erteilt werden. • Planen Sie Reiseunterbrechungen ein: Nach Einreichung des Antrags darf der Antragsteller Spanien nicht verlassen, bis eine positive Entscheidung vorliegt, da der Antrag sonst als zurückgezogen gilt.
Quelle: Associated Press

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