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Ryanair streicht fast 800.000 Sitzplätze im Dubliner Flugplan im Rahmen europaweiter Kürzungen

Apr. 28, 2026
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Ryanair streicht fast 800.000 Sitzplätze im Dubliner Flugplan im Rahmen europaweiter Kürzungen
Ryanair hat bestätigt, dass fast drei Millionen Sitzplätze aus seinem europäischen Streckennetz für 2026 gestrichen werden – Irland trifft es dabei besonders hart. Laut gestern eingereichten Flugplänen verliert allein der Standort Dublin rund 4.500 Flüge, was bis zu 800.000 Sitzplätzen entspricht. An den Flughäfen Cork und Belfast fallen ganze Strecken weg. In Dublin hat die Airline ihre Wachstumspläne eingefroren, nachdem die Regierung signalisiert hat, die Passagierobergrenze von 32 Millionen für mindestens eine weitere Sommersaison beizubehalten. Statt der zuvor angekündigten 10-prozentigen Kapazitätserweiterung bleibt das Angebot nun auf Vorjahresniveau. Cork verliert die Verbindungen nach Rom, Danzig und Posen, da ein stationiertes Flugzeug nach Shannon verlegt wird, während in Belfast die Strecke nach Kaunas eingestellt wird. Auch die Routen Dublin–Palanga (Litauen) und Dublin–Rodez (Frankreich) entfallen. Die Geschäftsführung macht steigende Flughafengebühren, Luftverkehrssteuern und sogenannte „künstliche“ Kapazitätsgrenzen für die wirtschaftliche Schwächung der Verbindungen zu sekundären Städten verantwortlich. Regierungen und Flughafenbetreiber werfen der Airline hingegen vor, die Streichungen als Druckmittel für bessere kommerzielle Konditionen zu nutzen. Wie auch immer, die Maßnahme wird Irlands Tourismus- und Exportsektor spürbar treffen: KMU-Exporteure, die auf günstigen Frachttransport im Frachtraum und persönliche Verkaufstermine angewiesen sind, haben künftig weniger Optionen, und der Freizeitverkehr aus den betroffenen europäischen Städten dürfte zurückgehen. Geschäftsreisende sollten ihre Sommerpläne genau prüfen: Tickets, die vor dem 27. April ausgestellt wurden, könnten ungültig sein, und Ryanair bietet nur für einen begrenzten Zeitraum kostenlose Umbuchungen oder Erstattungen an. Duty-of-Care-Teams werden dringend gebeten, Reisepläne mit Anschlussflügen in Dublin, Cork oder Belfast zu überprüfen, da verpasste Weiterflüge zu erheblichen Hotel- und Umbuchungskosten führen können. Die Wettbewerber Aer Lingus und easyJet haben noch keine Ersatzkapazitäten angekündigt, Analysten erwarten jedoch opportunistische Frequenzsteigerungen auf lukrativen Strecken wie Dublin–Berlin. Langfristig wirft der Streit die Frage nach der nationalen Luftfahrtstrategie neu auf. Branchenverbände betonen, dass die Kürzungen zeigen, warum der Staat beim geplanten dritten Terminal in Dublin schnell handeln und für regulatorische Klarheit bei Passagierobergrenzen sorgen muss, um die Anbindung an größere europäische Drehkreuze nicht zu gefährden. Multinationale Unternehmen mit irischem Hauptsitz – insbesondere aus den Bereichen Technologie und Pharma – beobachten die Entwicklung genau, da die Dichte der Luftverbindungen ein entscheidender Faktor für Investitionsentscheidungen ist.
Quelle: Extra.ie

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