
Eine neue Studie, veröffentlicht am 7. Mai 2026 vom Migrant Justice Institute und berichtet von ABC Asia, zeichnet das bisher detaillierteste Bild der Arbeitsausbeutung in Australiens großem temporären Migrationsarbeitsmarkt. Die Forscher befragten 9.889 Migrant*innen – davon 80 Prozent internationale Studierende – in allen Bundesstaaten und Territorien. Zwei Drittel gaben an, unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt zu werden; ein Viertel wurde um mindestens 10 AUD pro Stunde unterbezahlt. Die Autor*innen schätzen, dass allein internationale Studierende wöchentlich um etwa 61 Millionen AUD betrogen werden, was jährlich mehr als 3 Milliarden AUD entspricht.
Während Barzahlungen von 44 Prozent im Jahr 2016 auf 23 Prozent gesunken sind, hat die Praxis des „Scheinselbstständigen Vertrags“ stark zugenommen. Mehr als ein Drittel der Befragten war über eine australische Geschäftsnummer (ABN) beschäftigt – eine viermal höhere Rate als in der allgemeinen Erwerbsbevölkerung –, was Arbeitgebern ermöglicht, Mindestlöhne, Rentenbeiträge und die Aufsicht durch Fair Work zu umgehen. Befristete Arbeitsverhältnisse verschärfen das Problem: Aushilfen verdienen doppelt so häufig weniger als den nationalen Mindestlohn im Vergleich zu Festangestellten.
Der Bericht macht die weitverbreitete Unterbezahlung für Australiens Migrationspolitik verantwortlich. Die seit Januar wieder eingeführte 48-Stunden-Grenze pro zwei Wochen für Studierende mit Visum zwingt viele in Schwarzarbeit, um über die Runden zu kommen, was den Markt zugunsten von nicht regelkonformen Arbeitgebern verzerrt. Die Forscher*innen argumentieren, dass Ausbeutung inzwischen ein zentrales Geschäftsmodell und kein Randproblem mehr ist und warnen, dass dies den Wettbewerb verzerrt, indem unseriöse Anbieter reguläre Unternehmen unterbieten.
Empfohlene Maßnahmen umfassen die Abschaffung oder Anhebung der Arbeitszeitbegrenzung für Studierende, die Kriminalisierung von „Scheinselbstständigkeit“ in großem Stil sowie die Gewährung eines sicheren Visums für Migrant*innen, um Lohnraub ohne Angst vor Visastornierung geltend machen zu können. Die geplanten strafrechtlichen Lohnraubbestimmungen und Reformen von Fair Work der Regierung Albanese werden helfen, doch die Autor*innen betonen, dass die Ressourcen für die Durchsetzung deutlich erhöht werden müssen, um Verstöße wirksam zu verhindern.
Für Manager*innen der Unternehmensmobilität haben die Ergebnisse auch reputations- und lieferkettenbezogene Folgen: Kunden und Dienstleister aus den Bereichen Gastronomie, Einzelhandel oder Reinigung in Australien könnten unwissentlich von systematischer Unterbezahlung profitieren. Globale Unternehmen stehen bereits unter Druck durch Berichtsanforderungen zu moderner Sklaverei, und die Umfragedaten könnten neue Compliance-Prüfungen auslösen. Arbeitgeber, die temporäre Fachkräfte sponsern, müssen zudem mit einer genaueren Kontrolle der Lohnunterlagen rechnen, da die Aufsichtsbehörden verstärkt auf Durchsetzung setzen.
Während Barzahlungen von 44 Prozent im Jahr 2016 auf 23 Prozent gesunken sind, hat die Praxis des „Scheinselbstständigen Vertrags“ stark zugenommen. Mehr als ein Drittel der Befragten war über eine australische Geschäftsnummer (ABN) beschäftigt – eine viermal höhere Rate als in der allgemeinen Erwerbsbevölkerung –, was Arbeitgebern ermöglicht, Mindestlöhne, Rentenbeiträge und die Aufsicht durch Fair Work zu umgehen. Befristete Arbeitsverhältnisse verschärfen das Problem: Aushilfen verdienen doppelt so häufig weniger als den nationalen Mindestlohn im Vergleich zu Festangestellten.
Der Bericht macht die weitverbreitete Unterbezahlung für Australiens Migrationspolitik verantwortlich. Die seit Januar wieder eingeführte 48-Stunden-Grenze pro zwei Wochen für Studierende mit Visum zwingt viele in Schwarzarbeit, um über die Runden zu kommen, was den Markt zugunsten von nicht regelkonformen Arbeitgebern verzerrt. Die Forscher*innen argumentieren, dass Ausbeutung inzwischen ein zentrales Geschäftsmodell und kein Randproblem mehr ist und warnen, dass dies den Wettbewerb verzerrt, indem unseriöse Anbieter reguläre Unternehmen unterbieten.
Empfohlene Maßnahmen umfassen die Abschaffung oder Anhebung der Arbeitszeitbegrenzung für Studierende, die Kriminalisierung von „Scheinselbstständigkeit“ in großem Stil sowie die Gewährung eines sicheren Visums für Migrant*innen, um Lohnraub ohne Angst vor Visastornierung geltend machen zu können. Die geplanten strafrechtlichen Lohnraubbestimmungen und Reformen von Fair Work der Regierung Albanese werden helfen, doch die Autor*innen betonen, dass die Ressourcen für die Durchsetzung deutlich erhöht werden müssen, um Verstöße wirksam zu verhindern.
Für Manager*innen der Unternehmensmobilität haben die Ergebnisse auch reputations- und lieferkettenbezogene Folgen: Kunden und Dienstleister aus den Bereichen Gastronomie, Einzelhandel oder Reinigung in Australien könnten unwissentlich von systematischer Unterbezahlung profitieren. Globale Unternehmen stehen bereits unter Druck durch Berichtsanforderungen zu moderner Sklaverei, und die Umfragedaten könnten neue Compliance-Prüfungen auslösen. Arbeitgeber, die temporäre Fachkräfte sponsern, müssen zudem mit einer genaueren Kontrolle der Lohnunterlagen rechnen, da die Aufsichtsbehörden verstärkt auf Durchsetzung setzen.
Quelle: ABC Asia / The Conversation
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