
Das einmalige Legalisierungsfenster in Spanien, geschaffen durch das Königliche Dekret 316/2026, ist deutlich beliebter als von den Behörden erwartet. Laut Daten des Ministeriums für Inklusion, Soziale Sicherheit und Migration vom 16. Juni haben bereits rund 900.000 undokumentierte Migranten online oder persönlich Anträge gestellt – weit mehr als die ursprünglich veranschlagten 500.000, als das Programm Mitte April startete. Das Fenster schließt am 30. Juni, sodass die regionalen Einwanderungsämter nur noch zwei Wochen haben, um mit dem beispiellosen Ansturm fertigzuwerden.
Nach dem Dekret können Antragsteller, die einen ununterbrochenen Aufenthalt in Spanien vor dem 1. Januar 2026, mindestens fünf Monate Aufenthalt, ein sauberes Führungszeugnis und keine Gefährdung der öffentlichen Ordnung nachweisen, eine einjährige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten, die um weitere zwei Jahre verlängert werden kann. Die Reform wurde von der regierenden PSOE-Sumar-Koalition als Mittel zur Reduzierung der Schattenwirtschaft, zur Linderung von Arbeitskräftemangel in Gastronomie, Agrar- und Altenpflege sowie zur Entlastung des überlasteten Asylsystems Spaniens vorangetrieben.
Kritiker von rechts warnen, das Programm könne als Anreiz für irreguläre Migration wirken und den Druck auf öffentliche Dienste erhöhen. Bisher haben die Einwanderungsämter etwa 360.000 vorläufige Genehmigungen ausgestellt – rund 40 % der bearbeiteten Anträge. Die Behörden betonen, sie könnten bis zu eine Million Anträge verarbeiten, doch Gewerkschaften warnen vor Engpässen in den Provinzämtern und auf der digitalen Plattform. Anwälte weisen darauf hin, dass unterstützende Dokumente wie Padrón-Bescheinigungen und Berichte zur sozialen Integration inzwischen Wochen statt Tage in Anspruch nehmen, was vollständige Anträge vor Ablauf der Frist gefährdet.
Für Arbeitgeber ist der Ansturm ein zweischneidiges Schwert: Er bietet einen legalen Weg, bereits in Spanien lebende Mitarbeiter einzustellen, schafft aber Unsicherheit bei den Arbeitsbeginn-Terminen. Multinationale Unternehmen mit Saisonarbeitern wurden geraten, sofort unternehmensgesponserte Anträge einzureichen und Notfallpläne für Juli und August vorzubereiten, falls Genehmigungen die gesetzliche Frist von 90 Tagen überschreiten.
Praktische Tipps für Personalabteilungen: (1) Bewerber sollten die „Mercurio“-Tracking-App herunterladen, um Push-Benachrichtigungen zum Antragsstatus zu erhalten; (2) Arbeitnehmer daran erinnern, dass ein *„resguardo de presentación“* (Nachweis der Antragstellung) zwar den legalen Aufenthalt während der Bearbeitung erlaubt, aber **noch keine** bezahlte Beschäftigung; (3) medizinische Untersuchungen und NIE-Termine erst nach Erhalt der positiven Entscheidung planen, um unnötige Kosten zu vermeiden.
Nach dem Dekret können Antragsteller, die einen ununterbrochenen Aufenthalt in Spanien vor dem 1. Januar 2026, mindestens fünf Monate Aufenthalt, ein sauberes Führungszeugnis und keine Gefährdung der öffentlichen Ordnung nachweisen, eine einjährige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten, die um weitere zwei Jahre verlängert werden kann. Die Reform wurde von der regierenden PSOE-Sumar-Koalition als Mittel zur Reduzierung der Schattenwirtschaft, zur Linderung von Arbeitskräftemangel in Gastronomie, Agrar- und Altenpflege sowie zur Entlastung des überlasteten Asylsystems Spaniens vorangetrieben.
Kritiker von rechts warnen, das Programm könne als Anreiz für irreguläre Migration wirken und den Druck auf öffentliche Dienste erhöhen. Bisher haben die Einwanderungsämter etwa 360.000 vorläufige Genehmigungen ausgestellt – rund 40 % der bearbeiteten Anträge. Die Behörden betonen, sie könnten bis zu eine Million Anträge verarbeiten, doch Gewerkschaften warnen vor Engpässen in den Provinzämtern und auf der digitalen Plattform. Anwälte weisen darauf hin, dass unterstützende Dokumente wie Padrón-Bescheinigungen und Berichte zur sozialen Integration inzwischen Wochen statt Tage in Anspruch nehmen, was vollständige Anträge vor Ablauf der Frist gefährdet.
Für Arbeitgeber ist der Ansturm ein zweischneidiges Schwert: Er bietet einen legalen Weg, bereits in Spanien lebende Mitarbeiter einzustellen, schafft aber Unsicherheit bei den Arbeitsbeginn-Terminen. Multinationale Unternehmen mit Saisonarbeitern wurden geraten, sofort unternehmensgesponserte Anträge einzureichen und Notfallpläne für Juli und August vorzubereiten, falls Genehmigungen die gesetzliche Frist von 90 Tagen überschreiten.
Praktische Tipps für Personalabteilungen: (1) Bewerber sollten die „Mercurio“-Tracking-App herunterladen, um Push-Benachrichtigungen zum Antragsstatus zu erhalten; (2) Arbeitnehmer daran erinnern, dass ein *„resguardo de presentación“* (Nachweis der Antragstellung) zwar den legalen Aufenthalt während der Bearbeitung erlaubt, aber **noch keine** bezahlte Beschäftigung; (3) medizinische Untersuchungen und NIE-Termine erst nach Erhalt der positiven Entscheidung planen, um unnötige Kosten zu vermeiden.
Quelle: Brussels Signal (via Reuters)