
Unternehmen in den VAE eilen, um akute Engpässe bei Fähigkeiten in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Cloud-Architektur zu schließen. Dabei verlagern sie sich von sporadischen Einstellungen hin zu mehrjährigen globalen Mobilitätsprogrammen, die Employer-of-Record-Onboarding und Umzugspakete umfassen. Eine Umfrage der Khaleej Times vom 5. Juli zeigt, dass 80 Prozent der Arbeitgeber planen, ihre Mitarbeiterzahl im zweiten Halbjahr 2026 zu halten oder zu erhöhen, wobei fast alle spezialisierte Tech-Positionen als „schwer zu besetzen“ angeben. Die Global-Mobility-Strategin Sonam Haider erklärte der Zeitung, dass Osteuropa (Polen, Rumänien, Tschechien) und Subsahara-Afrika (Kenia, Ghana, Nigeria) als neue Rekrutierungskorridore aufsteigen und Indien sowie die Philippinen ergänzen. Unternehmen bündeln langfristige Karrierepfade, Wohnungszuschüsse und Golden-Visa-Sponsoring, um knappe Talente von Silicon Valley und Singapur abzuwerben. Dieser Trend hat Praktiken aus der Pandemiezeit wiederbelebt, wie Remote-Starttermine und kurzfristige Offshore-Gehaltsabrechnungen, die nun durch flexible Arbeitsgenehmigungskategorien in den VAE formalisiert werden. Analysten betonen, dass diese Strategie den Führungsgremien die nötige Flexibilität gibt, den Eintrittszeitpunkt angesichts regionaler Volatilität anzupassen, ohne ausgewählte Talente zu verlieren. Für HR-Verantwortliche lautet die Botschaft klar: Mobilitätsbudgets müssen Familienvisa, Schulbildung und Dual-Hub-Verträge abdecken, sonst droht der Verlust im Wettbewerb um Talente. Rechtsabteilungen müssen zudem Einwanderungsdienstleister aus mindestens drei Herkunftsregionen vorqualifizieren, um die Pipeline stabil zu halten. Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass das bevorstehende Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und den VAE 2027 einen privilegierten Zugang für britische Tech-Spezialisten schaffen könnte.
Quelle: Khaleej Times