
Die britischen Liberal Democrats nutzten am 24. Juli eine Pressekonferenz am Flughafen Heathrow, um eine sofortige Aussetzung des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) der Europäischen Union für die Hauptreisezeit zu fordern. Calum Miller, außenpolitischer Sprecher der Partei, erklärte, dass das biometrische Grenzsystem, das seit April an den Schengen-Außengrenzen voll einsatzfähig ist, „noch nicht reif für den Echtbetrieb“ sei. Eine Reihe von Softwareproblemen und Personalmangel führten dazu, dass britische Reisende an Flughäfen wie Pisa, Málaga und Mailand mit Wartezeiten von zwei bis vier Stunden konfrontiert sind.
Obwohl das EES den Passstempel durch schnellere digitale Kontrollen ersetzen soll, haben mehrere EU-Staaten – darunter Frankreich, Griechenland und Spanien – bereits Notfallregelungen aktiviert, die eine vorübergehende Rückkehr zu manuellen Kontrollen erlauben, wenn die Systeme ausfallen oder das Passagieraufkommen stark ansteigt. Fluggesellschaften und Flughäfen warnen, dass die Startschwierigkeiten vor allem an stark frequentierten Grenzstellen auftreten, an denen vor der Abreise Gesichts- und Fingerabdrücke der Passagiere erfasst werden müssen.
Allein Heathrow rechnet im August mit fast sieben Millionen britischen Reisenden nach Europa. Eine Analyse der Flughafenberatung ICF zeigt, dass bereits eine Verzögerung von 60 Sekunden pro Passagier zusätzliche 2,3 Millionen Arbeitsstunden an EU-Grenzposten in diesem Sommer bedeuten würde. Aus Sicht der Wirtschaftsmobilität trifft die Störung nicht nur Urlauber, sondern auch zeitkritische Branchen wie die Automobilzulieferer, die auf „Just-in-Time“-Lieferungen über die Kanalhäfen angewiesen sind. Spediteure berichten von verpassten Fährverbindungen in Dover und Folkestone, was zu Strafgebühren für verderbliche Waren führt, während Berater, die Tagesreisen zu Kunden auf dem Kontinent unternehmen, nun zwei- bis dreistündige Pufferzeiten einplanen müssen.
Das Reise-Risikounternehmen International SOS meldet einen Anstieg von Duty-of-Care-Warnungen für in Großbritannien ansässige multinationale Unternehmen, deren Mitarbeiter Schengen-Drehkreuze passieren. Die Liberal Democrats fordern Premierminister Andy Burnham auf, gemeinsam mit EU-Führern die biometrische Komponente des EES mindestens bis September auszusetzen – in Anlehnung an die Forderungen der International Air Transport Association (IATA) nach einer „Schonfrist“, damit Grenzbehörden die Software stabilisieren und das Personal aufstocken können. Zudem betonen sie, dass der Wegfall der Freizügigkeit nach dem Brexit die Auswirkungen auf britische Bürger und Unternehmen verschärft, da nun jede Kurzreise eine vollständige Drittstaatenabfertigung erfordert.
Praktische Empfehlungen für britische Mobilitätsmanager sind, längere Umsteigezeiten in Reisepläne einzubauen, Reisende vorab über mögliche manuelle Registrierungen zu informieren, sicherzustellen, dass Firmenreiserichtlinien zusätzliche Unterkunftskosten bei verpassten Flügen abdecken, und die Echtzeit-Wartezeit-Dashboards großer Flughäfen zu überwachen. Einwanderungsrechtler weisen darauf hin, dass die EES-Registrierung unabhängig vom kommenden ETIAS-Reisegenehmigungssystem ist, dessen Einführung nun für 2027 erwartet wird. Für Inhaber britischer Pässe ist daher kein zusätzlicher Papierkram nötig – nur Geduld an der Grenze.
Obwohl das EES den Passstempel durch schnellere digitale Kontrollen ersetzen soll, haben mehrere EU-Staaten – darunter Frankreich, Griechenland und Spanien – bereits Notfallregelungen aktiviert, die eine vorübergehende Rückkehr zu manuellen Kontrollen erlauben, wenn die Systeme ausfallen oder das Passagieraufkommen stark ansteigt. Fluggesellschaften und Flughäfen warnen, dass die Startschwierigkeiten vor allem an stark frequentierten Grenzstellen auftreten, an denen vor der Abreise Gesichts- und Fingerabdrücke der Passagiere erfasst werden müssen.
Allein Heathrow rechnet im August mit fast sieben Millionen britischen Reisenden nach Europa. Eine Analyse der Flughafenberatung ICF zeigt, dass bereits eine Verzögerung von 60 Sekunden pro Passagier zusätzliche 2,3 Millionen Arbeitsstunden an EU-Grenzposten in diesem Sommer bedeuten würde. Aus Sicht der Wirtschaftsmobilität trifft die Störung nicht nur Urlauber, sondern auch zeitkritische Branchen wie die Automobilzulieferer, die auf „Just-in-Time“-Lieferungen über die Kanalhäfen angewiesen sind. Spediteure berichten von verpassten Fährverbindungen in Dover und Folkestone, was zu Strafgebühren für verderbliche Waren führt, während Berater, die Tagesreisen zu Kunden auf dem Kontinent unternehmen, nun zwei- bis dreistündige Pufferzeiten einplanen müssen.
Das Reise-Risikounternehmen International SOS meldet einen Anstieg von Duty-of-Care-Warnungen für in Großbritannien ansässige multinationale Unternehmen, deren Mitarbeiter Schengen-Drehkreuze passieren. Die Liberal Democrats fordern Premierminister Andy Burnham auf, gemeinsam mit EU-Führern die biometrische Komponente des EES mindestens bis September auszusetzen – in Anlehnung an die Forderungen der International Air Transport Association (IATA) nach einer „Schonfrist“, damit Grenzbehörden die Software stabilisieren und das Personal aufstocken können. Zudem betonen sie, dass der Wegfall der Freizügigkeit nach dem Brexit die Auswirkungen auf britische Bürger und Unternehmen verschärft, da nun jede Kurzreise eine vollständige Drittstaatenabfertigung erfordert.
Praktische Empfehlungen für britische Mobilitätsmanager sind, längere Umsteigezeiten in Reisepläne einzubauen, Reisende vorab über mögliche manuelle Registrierungen zu informieren, sicherzustellen, dass Firmenreiserichtlinien zusätzliche Unterkunftskosten bei verpassten Flügen abdecken, und die Echtzeit-Wartezeit-Dashboards großer Flughäfen zu überwachen. Einwanderungsrechtler weisen darauf hin, dass die EES-Registrierung unabhängig vom kommenden ETIAS-Reisegenehmigungssystem ist, dessen Einführung nun für 2027 erwartet wird. Für Inhaber britischer Pässe ist daher kein zusätzlicher Papierkram nötig – nur Geduld an der Grenze.
Quelle: Liberal Democrats Press Office
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