
USCIS bestätigte am 24. Juli, dass genügend elektronische Registrierungen eingegangen sind, um sowohl das reguläre H-1B-Kontingent von 65.000 als auch die 20.000 Plätze für Master-Absolventen im Haushaltsjahr 2027 zu erfüllen. Die Behörde stellte die Auswahl weiterer Registranten um 5:00 Uhr EDT ein, nur drei Wochen nach Beginn des letzten Auswahlfensters. Offizielle Empfangsbestätigungen werden in den nächsten zehn Tagen nach und nach versendet, doch Arbeitgeber, deren Konten weiterhin den Status „Eingereicht“ anzeigen, sollten nun alternative Strategien vorbereiten. Dies ist der früheste Abschluss der Kontingent-Saison seit dem Haushaltsjahr 2023 und erfolgt trotz der strengeren Regeln der Trump-Administration. Analysten führen die anhaltende Nachfrage auf den anhaltenden Fachkräftemangel in den Bereichen MINT und Gesundheitswesen zurück, kombiniert mit einem starken Dollar, der US-Gehälter trotz der im letzten Jahr eingeführten pauschalen Gehaltserhöhung von 10 Prozent für H-1B-Arbeitnehmer weiterhin attraktiv macht. Für Unternehmen, die keinen Platz erhalten haben, bieten sich Optionen wie L-1-Intrakonzertransfer, O-1-Petitionen für außergewöhnliche Fähigkeiten oder Nearshoring in Kanada an. Universitäten und gemeinnützige Forschungseinrichtungen sind weiterhin vom Kontingent ausgenommen, sehen sich jedoch ebenfalls einer neuen, gehaltsspezifischen Lotteriegewichtung gegenüber, die sechsstellige Gehälter bevorzugt. Gleichzeitig sorgt die anhängige Klage gegen die inzwischen ausgesetzte H-1B-Antragsgebühr von 100.000 US-Dollar für zusätzliche finanzielle Unsicherheiten. Besonders besorgt sind Schulbezirke: Eine Umfrage der National Education Association zeigt, dass im vergangenen Jahr mehr als 500 Bezirke auf rund 2.300 H-1B-Lehrkräfte angewiesen waren, um bilingualen, sonderpädagogischen und MINT-Unterricht abzudecken. Die Verantwortlichen warnen, dass sie ohne diese Visa im kommenden Herbst Schwierigkeiten haben werden, wichtige Fächer zu besetzen. USCIS hat erfolglosen Registranten geraten, die Website auf mögliche zusätzliche Kontingente zu überwachen, die durch doppelte Anmeldungen oder Rückzüge frei werden könnten, doch historisch gesehen ist die Zahl der nachträglich vergebenen Plätze vernachlässigbar. Talentmanager sollten daher davon ausgehen, dass das Kontingent geschlossen ist, und ihre langfristigen Personalplanungen überdenken, die nicht ausschließlich auf H-1B-Visa setzen.
Quelle: K-12 Dive