
WestJet, Kanadas zweitgrößte Fluggesellschaft, erzielte am späten 3. August 2026 eine vorläufige Einigung mit ihren 4.400 Flugbegleitern, was einen abrupten Endpunkt für den zweitägigen Streik markierte, der die Reisepläne zum Civic Holiday für Zehntausende von Passagieren durcheinandergebracht hatte. Die Canadian Union of Public Employees (CUPE), die die Kabinenbesatzung vertritt, kündigte an, dass diese Woche Abstimmungen zur Ratifizierung stattfinden würden, wies die Mitglieder jedoch an, sofort zur Arbeit zurückzukehren, während Flüge und Crews neu organisiert werden. Der Arbeitsausstand begann in den frühen Morgenstunden des 2. August, nachdem Verhandlungen über unbezahlte Bodenarbeiten und Dienstpläne gescheitert waren. WestJet strich mehr als 420 Flüge – etwa 58 % des Flugplans – und ließ Reisende in ganz Kanada gestrandet zurück, was einige Geschäftsreisende zu kurzfristigen Umleitungen zwang. Besonders stark betroffen waren Calgary, Toronto und Vancouver, mit Folgewirkungen an regionalen Flughäfen, die von WestJet Encore bedient werden. Zu den wichtigsten Punkten der vorläufigen Vereinbarung gehören Bezahlung für Vor- und Nachbereitungsarbeiten, verbesserte Bereitschaftsregelungen und erhöhte Tagespauschalen – Themen, die die Billigfluggesellschaft seit ihrer Expansion in Übersee- und Firmenmärkte beschäftigen. WestJet-CEO Alexis von Hoensbroech räumte die Auswirkungen des Streiks ein und versprach, die Arbeitsbeziehungen neu zu gestalten, während die Airline bis Jahresende einen Marktanteil von 28 % im inländischen Geschäftsreisemarkt anstrebt. Für Arbeitgeber mit mobilen Belegschaften ist der Vorfall eine Mahnung, die Auswahl der Fluggesellschaften zu diversifizieren und Pufferzeiten bei Reisegenehmigungen einzuplanen. WestJet kontrolliert auf einigen Routen in Westkanada bis zu 70 % der Sitzplatzkapazität, und von Unternehmen ausgehandelte Tarife erfordern in der Regel eine Buchung sieben Tage im Voraus; plötzliche Störungen können daher Einsparungen und Produktivität beeinträchtigen. Passagiere mit gestrichenen Flügen haben bis zum 31. August Zeit, unter den kanadischen Passagierrechten eine Rückerstattung oder kostenfreie Umbuchung zu beantragen. Reiseverantwortliche sollten zudem mögliche Folgewirkungen auf regionale Partnerfluggesellschaften und auf Codeshare-Verbindungen von Delta und KLM im Auge behalten, die vom Streik verschont blieben, aber mit Verzögerungen beim Gate-Handling zu kämpfen hatten.
Quelle: Associated Press
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