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24 aufeinanderfolgende Nachtschichten: Streiks der Fluglotsen am Flughafen Charleroi angekündigt

Sept. 16, 2026
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24 aufeinanderfolgende Nachtschichten: Streiks der Fluglotsen am Flughafen Charleroi angekündigt
Der zweitgrößte Flughafen Belgiens steht vor fast einem Monat nächtlicher Störungen, nachdem die Fluglotsen von skeyes einen Streikzeitplan von Mittwoch, dem 16. September, bis Samstag, dem 10. Oktober, bestätigt haben. Zwischen 22:00 und 08:00 Uhr legen die Fluglotsen ihre Arbeit nieder, um gegen das Scheitern der Verhandlungen über Lohn- und Bonusregelungen im Zusammenhang mit der geplanten Verlagerung der Turmoperationen von Charleroi in ein neues digitales Fernsteuerzentrum in Namur zu protestieren. Im Mittelpunkt des Streits steht die Höhe der Nachtzuschläge. Die Gewerkschaften fordern, dass das Personal denselben Zuschlag (160 % des Grundlohns) erhält wie an anderen belgischen Standorten mit durchgehenden Betriebszeiten. Die Geschäftsleitung argumentiert hingegen, dass Charleroi nachts für den kommerziellen Verkehr geschlossen ist und die Forderung unverhältnismäßig sei, da sie pro Schicht mehr als 1.000 € pro Fluglotse kosten würde. Die Beziehungen verschlechterten sich weiter, als skeyes die Gewerkschaftsforderungen ablehnte, den Umzug zum Fernsteuerkonzept bis zum Abschluss einer Personalvereinbarung zu verschieben. Praktisch drohen die Arbeitsniederlegungen, späte Ryanair-Flüge, die routinemäßig nach Mitternacht landen, sowie frühmorgendliche Abflüge, die über Nacht am Standplatz geparkt sind, zum Erliegen zu bringen. Fluggesellschaften haben bereits begonnen, Flüge zum Flughafen Brüssel oder zu regionalen französischen Drehkreuzen umzuleiten oder umzubuchen; Reiseveranstalter warnen, dass Verbindungen zu nordafrikanischen Geschäftszentren in der ersten Woche besonders betroffen sein könnten, während Ausweichslots verhandelt werden. Für Unternehmen, die Personal oder Waren durch Wallonien transportieren, sind Notfall-Reisepläne unerlässlich. Arbeitgeber sollten Reisende dazu anhalten, Buchungsportale in Echtzeit zu überwachen und alternative Bodentransportmöglichkeiten zum Flughafen Brüssel oder Lille einzuplanen. Frachtunternehmen, die auf Expressdienste angewiesen sind, die Charleroi als Ausweichstandort zu Lüttich nutzen, müssen möglicherweise alternative Routen aktivieren. Sollte der Arbeitskampf andauern, wird der politische Druck auf den Bundesverkehrsminister, einen Kompromiss zu vermitteln – wie beim skeyes-Streik 2024 –, zunehmen. Über das unmittelbare Flugchaos hinaus verdeutlicht der Konflikt die tieferliegenden Spannungen auf dem Arbeitsmarkt im Zuge der belgischen Umstellung auf digitale Fernsteuerungsturm-Technologie. Ähnliche Umstellungen sind für Lüttich im Jahr 2027 geplant; wie dieser Streit beigelegt wird, wird als Vorlage für künftige Verhandlungen dienen und ist daher von großer Bedeutung für das Modernisierungsprogramm der belgischen Flugsicherung.
Quelle: The Brussels Times

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