
Die Politische Ansprache 2026 widmet einen ganzen Abschnitt dem grenzüberschreitenden Landverkehr und verspricht, die Buchungs- und Verlängerungsmodalitäten des ein Jahr alten Nordwärts-Reiseprogramms für Hongkonger Fahrzeuge (NBT) zu verbessern sowie die Südwärts-Reisegenehmigungen für Fahrzeuge aus Guangdong (SBT) schrittweise auf alle Städte der Provinz auszuweiten. Im Rahmen von NBT können private Hongkonger Autos ohne Kontingentbeschränkung über die Hongkong-Zhuhai-Macao-Brücke nach Guangdong fahren. Trotz einer starken Nachfrage – über 65.000 Genehmigungen wurden bereits ausgestellt – beklagen Nutzer eingeschränkte Buchungsfenster und hohe Strafen bei verpassten Terminen. Die Regierung plant nun die Einführung einer Kulanzfrist, die Automatisierung von Terminänderungen über das Buchungsportal sowie einen Pilotversuch mit Mehrfacheintrittsgenehmigungen für Vielfahrer. Beim Gegenseitigkeitsprogramm SBT, das derzeit nur Fahrzeugen aus Shenzhen und Zhuhai die Einreise nach Hongkong erlaubt, wird das Verkehrs- und Wohnungsministerium gemeinsam mit Guangdong die Anträge aus den verbleibenden 19 Präfekturstädten bis 2028 schrittweise zulassen. Zudem ist eine gemeinsame E-Payment-Plattform für Mautgebühren und Versicherungen sowie einheitliche Fahrzeugprüfstandards zur Reduzierung des Papieraufwands geplant. Diese Verbesserungen sind entscheidend für Unternehmen mit Fabriken auf beiden Seiten der Grenze und Führungskräfte, die zwischen Hongkonger Hauptsitz und GBA-Standorten pendeln. Logistikfirmen erwarten reibungslosere letzte Transportabschnitte, während Personalabteilungen die Möglichkeit sehen, Chauffeurdienste durch Selbstfahrereinsätze zu ersetzen und so Mobilitätskosten zu senken. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter über die bevorstehenden Regeländerungen informieren und die aktualisierte Strafmatrix im Auge behalten: Wiederholtes Nichterscheinen kann auch im neuen System zu einem dreimonatigen Fahrverbot führen, während Sperren bei Erstverstößen voraussichtlich entfallen werden.