
Spät am 18. September unterzeichnete Präsident Donald J. Trump eine Verordnung, die die umstrittenen Beschränkungen für die Einreise bestimmter H-1B-Fachkräfte, die erstmals 2025 eingeführt wurden, bis mindestens 21. September 2027 verlängert. Neue H-1B-Begünstigte außerhalb der USA erhalten weiterhin keine Visa und Einreisegenehmigung, sofern die sponsorneden Arbeitgeber nicht eine Gebühr von 100.000 USD pro Antrag zahlen. Ausnahmen gelten nur für Fälle von „nationalem Interesse“, die von den Ministerien für Heimatschutz und Außenpolitik jedoch eng ausgelegt werden. Besonders betroffen sind chinesische Fachkräfte: China ist nach Indien die zweitgrößte Herkunftsquelle für genehmigte H-1B-Begünstigte; Unternehmen aus den Bereichen Technologie, E-Commerce und Automobilzulieferung mit F&E-Zentren in China transferieren regelmäßig Ingenieure in die USA unter dieser Kategorie. Mobility-Teams müssen nun entweder die hohe Zusatzgebühr einplanen oder Projektzeitpläne neu bewerten. Die US-Konsulate in Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenyang werden voraussichtlich vor der Terminvergabe Zahlungsnachweise verlangen. Die Verordnung führt an, dass die Zusatzgebühr die Anträge von IT-Personaldienstleistern um mehr als 90 Prozent reduziert und die Lotterieauswahl zugunsten von Kandidaten mit US-Masterabschlüssen verschoben hat. Kritiker – darunter US-Handelskammern in China – warnen, dass die Maßnahme Innovationen hemmt und die globale Talentrotation erschwert, insbesondere bei Joint Ventures, die auf chinesische Spezialisten für KI und Batterietechnologie angewiesen sind. Praktische Empfehlungen: (1) wo möglich, H-1B-Anträge mit Ausnahmeregelungen (z. B. für Arbeit an anerkannten Universitäten) einreichen; (2) L-1-Intra-Company-Transfers als Alternative prüfen, obwohl die Prüfungsstandards verschärft wurden; (3) zusätzliche Vorlaufzeit von 45–60 Tagen für Zahlungsabwicklung und konsularische Prüfung einplanen; (4) Kostenbeteiligungsrichtlinien aktualisieren, damit die Geschäftseinheiten mit US-Projekten die sechsstellige Zusatzgebühr verstehen. Organisationen sollten zudem die laufenden Regelsetzungsverfahren des DHS und des Arbeitsministeriums zu Lohnschutz und der gewichteten H-1B-Lotterie verfolgen, die in der Verordnung erwähnt werden, da diese die Anforderungen vor der Antragsrunde für das Geschäftsjahr 2028 weiter verändern könnten.
Quelle: The White House
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