
Das Wirtschaftsdepartement Zürich hat am 22. September 2026 stillschweigend seine Online-Richtlinien aktualisiert und damit die kantonale Zuteilung der bundesweiten Arbeitsbewilligungsquoten für das Kalenderjahr 2026 bestätigt. Für Drittstaatsangehörige (Nicht-EU/EFTA) erhält Zürich in der Erstzuteilung 250 B-Aufenthaltsbewilligungen und 399 L-Kurzaufenthaltsbewilligungen. Diese Zahlen setzen die landesweiten Obergrenzen – 4.500 B-Bewilligungen und 4.000 L-Bewilligungen für Drittstaatenfachkräfte – konkret für den größten Wirtschaftsstandort der Schweiz um. Für britische Staatsbürger gelten erneut separate Kontingente, eine Maßnahme als Folge des Brexits, während EU/EFTA-Bürger weitgehend quotenfrei bleiben, sofern sie nicht länger als 90 Tage entsandt werden. Unternehmen müssen diese begrenzten Bewilligungen nutzen, um Spezialisten wie Softwareentwickler, quantitative Analysten und Führungskräfte aus dem Ausland einzustellen. Die Kontingente werden vierteljährlich freigegeben, und Zürich kann bei wirtschaftlichem Bedarf zusätzliche Bewilligungen beantragen. Im Jahr 2025 war das L-Kontingent bereits im Oktober ausgeschöpft, was mehrere Firmen zu Verschiebungen von Einsätzen zwang; Personalverantwortliche begrüßen daher die frühzeitige Klarheit für die Planung 2026. Das kantonale Arbeitsamt betont, dass Anträge weiterhin anhand von Arbeitsmarktprüfungen, Gehaltsbenchmarks und dem Nachweis der Priorität für inländische sowie EU/EFTA-Arbeitnehmer bewertet werden. Global Mobility Manager werden empfohlen, strategische Einstellungen frühzeitig in jedem Quartal einzureichen, um Bewilligungen vor Erreichen der Kontingentgrenzen zu sichern. Über die reinen Zahlen hinaus unterstreicht die Richtlinie Zürichs anhaltende Attraktivität für ausländische Fachkräfte, aber auch die Bedeutung strikter Compliance. Arbeitgeber, die Gehaltsvorgaben missachten oder Arbeitsmarktinserate vernachlässigen, riskieren nicht nur Ablehnungen, sondern auch Prüfungen, die künftige Anträge verzögern können. Da die digitale Antragstellung sich noch in der Pilotphase befindet, bleiben frühzeitige Vorbereitung und realistische Zeitpläne die beste Vorgehensweise.