
Die OECD veröffentlichte am 3. November ihren jährlichen Bericht „International Migration Outlook“ und widmete dem Vereinigten Königreich ein 40-seitiges Kapitel. Dem Bericht zufolge erreichte die Nettozuwanderung ins Vereinigte Königreich im Kalenderjahr 2024 mit 770.000 Personen einen Höchststand – angetrieben durch den Arbeitsmarktbedarf in den Bereichen Gesundheit, Bauwesen und Gastgewerbe. Für 2025 wird ein leichter Rückgang auf 710.000 prognostiziert, da die neuen Gehaltsschwellen für Skilled Worker-Visa greifen.
Trotz der Rekordzuwanderung steht das Vereinigte Königreich vor erheblichen Fachkräftemängeln: 78 % der befragten NHS-Träger meldeten unbesetzte Pflegekräfte, während der Bausektor bis 2027 mit einem Mangel von 225.000 Arbeitskräften rechnet. Die OECD warnt, dass eine Verschärfung der Gehaltsschwellen ohne Ausbau der inländischen Ausbildung „Engpässe verschärfen und Projektkosten in die Höhe treiben“ könnte, was den Zeitplan für die britische Netto-Null-Infrastruktur gefährdet.
In puncto Integration lobt die Studie die Graduate Route des Vereinigten Königreichs, die internationale Studierende bindet – 35 % bleiben länger als zwei Jahre – fordert jedoch eine schnellere Bearbeitung von Niederlassungsanträgen, um die Unsicherheit für Arbeitgeber zu verringern. Zudem weist sie darauf hin, dass der Rückstau bei Asylverfahren 2025 trotz zusätzlicher Personalressourcen nur geringfügig (-6 %) zurückging. Die OECD empfiehlt, Hochrisikofälle neu zu priorisieren und das digitale Fallmanagement auszubauen, um Wartezeiten zu verkürzen.
Für multinationale Unternehmen liefert der Outlook wichtige Erkenntnisse für die strategische Personalplanung: Branchen, die von der Immigration Salary List ausgenommen sind, könnten mit höheren Rekrutierungskosten rechnen, während regionale, dezentral organisierte Qualifizierungsinitiativen eine gemeinsame Finanzierung von Schulungen bieten könnten, um die Abhängigkeit von Visa zu verringern. Mobility-Teams sollten die Daten nutzen, um interne Prognosen zu erstellen und ihre Positionen in bevorstehenden Konsultationen des Innenministeriums zu untermauern.
Trotz der Rekordzuwanderung steht das Vereinigte Königreich vor erheblichen Fachkräftemängeln: 78 % der befragten NHS-Träger meldeten unbesetzte Pflegekräfte, während der Bausektor bis 2027 mit einem Mangel von 225.000 Arbeitskräften rechnet. Die OECD warnt, dass eine Verschärfung der Gehaltsschwellen ohne Ausbau der inländischen Ausbildung „Engpässe verschärfen und Projektkosten in die Höhe treiben“ könnte, was den Zeitplan für die britische Netto-Null-Infrastruktur gefährdet.
In puncto Integration lobt die Studie die Graduate Route des Vereinigten Königreichs, die internationale Studierende bindet – 35 % bleiben länger als zwei Jahre – fordert jedoch eine schnellere Bearbeitung von Niederlassungsanträgen, um die Unsicherheit für Arbeitgeber zu verringern. Zudem weist sie darauf hin, dass der Rückstau bei Asylverfahren 2025 trotz zusätzlicher Personalressourcen nur geringfügig (-6 %) zurückging. Die OECD empfiehlt, Hochrisikofälle neu zu priorisieren und das digitale Fallmanagement auszubauen, um Wartezeiten zu verkürzen.
Für multinationale Unternehmen liefert der Outlook wichtige Erkenntnisse für die strategische Personalplanung: Branchen, die von der Immigration Salary List ausgenommen sind, könnten mit höheren Rekrutierungskosten rechnen, während regionale, dezentral organisierte Qualifizierungsinitiativen eine gemeinsame Finanzierung von Schulungen bieten könnten, um die Abhängigkeit von Visa zu verringern. Mobility-Teams sollten die Daten nutzen, um interne Prognosen zu erstellen und ihre Positionen in bevorstehenden Konsultationen des Innenministeriums zu untermauern.
Quelle: OECD
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