
Die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) hat am 7. November stillschweigend eine Bundesbeschaffungsanzeige veröffentlicht, in der Pläne für die Eröffnung eines 24-Stunden-Nationalen Callcenters in Nashville, Tennessee, bekannt gegeben werden. Dieses soll sich speziell der „Ortung unbegleiteter ausländischer Minderjähriger“ widmen. Die Einrichtung, die täglich 6.000 bis 7.000 Anrufe bearbeiten soll, ermöglicht es lokalen und staatlichen Polizeibehörden, ICE in Echtzeit nach Informationen über Minderjährige zu befragen, die ohne Eltern oder gesetzliche Vormünder die Grenze überschritten haben. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Behörden zu verbessern, da die Fallzahlen stark steigen, und „zeitnahe Entscheidungen zur Inobhutnahme“ der Kinder zu gewährleisten.
ICE plant, das Zentrum bis Juni 2026 in Betrieb zu nehmen, und sucht Anbieter, die eine schnelle Einrichtung, Cloud-Telefonie und mehrsprachiges Personal gewährleisten können. Der Vertrag umfasst zudem den Aufbau eines parallelen Transportnetzes, das täglich Tausende von Inhaftierten in Texas befördern soll – im Rahmen eines neuen Staatsgesetzes, das jede Bezirksgefängnis verpflichtet, mit ICE zusammenzuarbeiten. Branchenkenner weisen darauf hin, dass Nashville mit dem privaten Gefängnisriesen CoreCivic einen großen Pool an zweisprachigen Callcenter-Mitarbeitern bietet und nahe an den bestehenden Datenzentren von ICE liegt.
Kinderrechtsorganisationen äußerten sofort Bedenken und warnen, dass die Bündelung sensibler Anfragen über eine Vollzugsbehörde die Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft erschweren und Sponsoren mit unsicherem Aufenthaltsstatus der Gefahr einer Festnahme aussetzen könnte. ICE entgegnet, dass die Hotline lediglich bisher fragmentierte Anfragen, die per E-Mail oder Fax eingehen, zentralisiert und so die Sicherheitsüberprüfungen für Kinder verbessert.
Für Arbeitgeber signalisiert diese Entwicklung eine umfassendere Bundesstrategie, die Technologie und Partnerschaften zwischen Bund und Ländern nutzt, um die Einwanderungskontrolle über die Grenze hinaus zu verschärfen. Unternehmen, die mit staatlichen oder kommunalen Behörden zusammenarbeiten – etwa im Transport- oder Gesundheitsbereich – könnten neue Compliance-Anforderungen im Zusammenhang mit den Datenströmen des Callcenters erhalten. Personalabteilungen sollten interne Abläufe für den Umgang mit Vorladungen der Strafverfolgungsbehörden überprüfen und sicherstellen, dass Mitarbeiter, die ehrenamtlich in Migrantenhilfsorganisationen tätig sind, über mögliche Risiken bei der Vertraulichkeit informiert sind.
Interessierte Anbieter müssen bis zum 15. Dezember ihre Angebote mit Angaben zu interaktiven Sprachdialogsystemen, sicherer Datenintegration und Plänen für Personalausweitungen einreichen. ICE hat den maximalen Vertragswert nicht bekannt gegeben, Analysten rechnen jedoch mit einem Millionenauftrag, der aus dem im Juli verabschiedeten 170-Milliarden-Dollar-Grenzsicherheitsprogramm der Regierung finanziert wird.
ICE plant, das Zentrum bis Juni 2026 in Betrieb zu nehmen, und sucht Anbieter, die eine schnelle Einrichtung, Cloud-Telefonie und mehrsprachiges Personal gewährleisten können. Der Vertrag umfasst zudem den Aufbau eines parallelen Transportnetzes, das täglich Tausende von Inhaftierten in Texas befördern soll – im Rahmen eines neuen Staatsgesetzes, das jede Bezirksgefängnis verpflichtet, mit ICE zusammenzuarbeiten. Branchenkenner weisen darauf hin, dass Nashville mit dem privaten Gefängnisriesen CoreCivic einen großen Pool an zweisprachigen Callcenter-Mitarbeitern bietet und nahe an den bestehenden Datenzentren von ICE liegt.
Kinderrechtsorganisationen äußerten sofort Bedenken und warnen, dass die Bündelung sensibler Anfragen über eine Vollzugsbehörde die Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft erschweren und Sponsoren mit unsicherem Aufenthaltsstatus der Gefahr einer Festnahme aussetzen könnte. ICE entgegnet, dass die Hotline lediglich bisher fragmentierte Anfragen, die per E-Mail oder Fax eingehen, zentralisiert und so die Sicherheitsüberprüfungen für Kinder verbessert.
Für Arbeitgeber signalisiert diese Entwicklung eine umfassendere Bundesstrategie, die Technologie und Partnerschaften zwischen Bund und Ländern nutzt, um die Einwanderungskontrolle über die Grenze hinaus zu verschärfen. Unternehmen, die mit staatlichen oder kommunalen Behörden zusammenarbeiten – etwa im Transport- oder Gesundheitsbereich – könnten neue Compliance-Anforderungen im Zusammenhang mit den Datenströmen des Callcenters erhalten. Personalabteilungen sollten interne Abläufe für den Umgang mit Vorladungen der Strafverfolgungsbehörden überprüfen und sicherstellen, dass Mitarbeiter, die ehrenamtlich in Migrantenhilfsorganisationen tätig sind, über mögliche Risiken bei der Vertraulichkeit informiert sind.
Interessierte Anbieter müssen bis zum 15. Dezember ihre Angebote mit Angaben zu interaktiven Sprachdialogsystemen, sicherer Datenintegration und Plänen für Personalausweitungen einreichen. ICE hat den maximalen Vertragswert nicht bekannt gegeben, Analysten rechnen jedoch mit einem Millionenauftrag, der aus dem im Juli verabschiedeten 170-Milliarden-Dollar-Grenzsicherheitsprogramm der Regierung finanziert wird.
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