
Offizielle Gerichtsstatistiken vom 12. Dezember zeigen, dass sich die Zahl der anhängigen Asylberufungen im Vereinigten Königreich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt hat – von 34.234 auf 69.670 Fälle. Das bedeutet, dass nun mehr Menschen auf die Überprüfung von Ablehnungen durch das Innenministerium warten als auf eine Erstentscheidung – eine beispiellose Umkehr, die durch Produktivitätsziele vorangetrieben wurde, welche die Erstentscheidungen beschleunigten, ohne die Gerichte entsprechend zu stärken.
Der Rückstau betrifft etwa 90.000 Personen, von denen die meisten weiterhin Anspruch auf staatlich finanzierte Unterkünfte und Leistungen haben, während sie warten. Die Nutzung von Hotels ist erneut auf 36.273 Bewohner gestiegen – eine unerwünschte Nachricht für Minister, die versprochen hatten, die Unterbringung in Hotels bis Mitte 2024 zu beenden. Jeder zusätzliche Monat im Wartestand kostet das Innenministerium schätzungsweise 11 Millionen Pfund.
Für Arbeitgeber hat die überlastete Pipeline subtilere, aber spürbare Auswirkungen. Unternehmen, die Asylsuchende nach Erhalt des Schutzstatus einstellen möchten – oder gezwungen sind, Mitarbeiter mit abgelehnten Anträgen freizustellen – sehen sich mit langanhaltender Unsicherheit konfrontiert. In Branchen wie der Sozialpflege, in denen der Fachkräftemangel besonders stark ist, führt das zu höheren Rekrutierungskosten und Verzögerungen bei Projekten. Die British Chambers of Commerce erneuerten ihre Forderung nach einem zeitlich begrenzten Arbeitsgenehmigungsprogramm für Antragsteller, deren Berufungen länger als 12 Monate dauern, mit der Begründung, dies würde die Hotelkosten senken und die Arbeitskräftebasis erweitern.
Innenministerin Shabana Mahmood kündigte als Antwort eine „einmalige“ Reform Anfang 2026 an: Berufungen sollen nur noch schriftlich erfolgen, mit strengen Seitenbegrenzungen für juristische Schriftsätze, und eine neue unabhängige Asylüberprüfungsbehörde im Innenministerium soll die ersten 15.000 Altfälle übernehmen. Juristen warnen jedoch, dass die Einschränkung mündlicher Anhörungen die Streitigkeiten lediglich in die gerichtliche Überprüfung verlagern und die Verzögerungen verfestigen könnte. Multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter aus konfliktbetroffenen Regionen versetzen, sollten daher mit längeren Verfahrenszeiten rechnen und, wo möglich, humanitäre Parole-Alternativen in Betracht ziehen.
Der Rückstau betrifft etwa 90.000 Personen, von denen die meisten weiterhin Anspruch auf staatlich finanzierte Unterkünfte und Leistungen haben, während sie warten. Die Nutzung von Hotels ist erneut auf 36.273 Bewohner gestiegen – eine unerwünschte Nachricht für Minister, die versprochen hatten, die Unterbringung in Hotels bis Mitte 2024 zu beenden. Jeder zusätzliche Monat im Wartestand kostet das Innenministerium schätzungsweise 11 Millionen Pfund.
Für Arbeitgeber hat die überlastete Pipeline subtilere, aber spürbare Auswirkungen. Unternehmen, die Asylsuchende nach Erhalt des Schutzstatus einstellen möchten – oder gezwungen sind, Mitarbeiter mit abgelehnten Anträgen freizustellen – sehen sich mit langanhaltender Unsicherheit konfrontiert. In Branchen wie der Sozialpflege, in denen der Fachkräftemangel besonders stark ist, führt das zu höheren Rekrutierungskosten und Verzögerungen bei Projekten. Die British Chambers of Commerce erneuerten ihre Forderung nach einem zeitlich begrenzten Arbeitsgenehmigungsprogramm für Antragsteller, deren Berufungen länger als 12 Monate dauern, mit der Begründung, dies würde die Hotelkosten senken und die Arbeitskräftebasis erweitern.
Innenministerin Shabana Mahmood kündigte als Antwort eine „einmalige“ Reform Anfang 2026 an: Berufungen sollen nur noch schriftlich erfolgen, mit strengen Seitenbegrenzungen für juristische Schriftsätze, und eine neue unabhängige Asylüberprüfungsbehörde im Innenministerium soll die ersten 15.000 Altfälle übernehmen. Juristen warnen jedoch, dass die Einschränkung mündlicher Anhörungen die Streitigkeiten lediglich in die gerichtliche Überprüfung verlagern und die Verzögerungen verfestigen könnte. Multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter aus konfliktbetroffenen Regionen versetzen, sollten daher mit längeren Verfahrenszeiten rechnen und, wo möglich, humanitäre Parole-Alternativen in Betracht ziehen.
Quelle: The Times