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Machbarkeitsstudie ebnet Weg für 8,5-Milliarden-Euro-Eisenbahntunnel zwischen Spanien und Marokko, aber WM-Deadline gestrichen

Dez. 20, 2025
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Machbarkeitsstudie ebnet Weg für 8,5-Milliarden-Euro-Eisenbahntunnel zwischen Spanien und Marokko, aber WM-Deadline gestrichen
Ein unabhängiger Bericht, der am 19. Dezember um 04:40 Uhr MEZ vom Ingenieurkonzern Herrenknecht veröffentlicht wurde, bestätigt die technische Machbarkeit eines 65 Kilometer langen Eisenbahntunnels unter der Straße von Gibraltar, der Spanien und Marokko verbinden soll. Die Studie, im Auftrag des spanischen Staatsentwicklers SECEGSA erstellt, verschiebt das geplante Fertigstellungsdatum auf 2035–2040 und macht damit frühere politische Hoffnungen auf eine Eröffnung rechtzeitig zur FIFA-Weltmeisterschaft 2030, die Spanien, Portugal und Marokko gemeinsam ausrichten, zunichte.

Das bevorzugte Design sieht zwei eingleisige Röhren sowie eine Servicegalerie vor, die in einer maximalen Tiefe von 475 Metern unter dem Meeresspiegel verlaufen. Das spanische Portal soll in der Nähe von Vejer de la Frontera in der Provinz Cádiz liegen und an das nationale Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden; das marokkanische Portal ist östlich der Al-Boraq-Linie in Tanger geplant.

Machbarkeitsstudie ebnet Weg für 8,5-Milliarden-Euro-Eisenbahntunnel zwischen Spanien und Marokko, aber WM-Deadline gestrichen


Aus globaler Mobilitätsperspektive verspricht der Tunnel eine 30-minütige Zugfahrt zwischen Europa und Afrika, was Pendlerströme, Nearshore-Outsourcing und Wochenendgeschäftsreisen grundlegend verändern könnte. Logistikanalysten prognostizieren, dass nach Inbetriebnahme bis zu 13 % der derzeitigen Flugpassagiere zwischen Spanien und Marokko auf die Schiene wechseln und der bilaterale Güterverkehr um jährlich 7 Milliarden Euro steigen könnte.

Der nächste Schritt ist die Ausarbeitung eines vollständigen Vorentwurfs (APP07) durch das spanische Ingenieurbüro Ineco, der bis August 2026 fertiggestellt sein soll, gefolgt von einer Ausschreibung für einen Erkundungsschacht im Jahr 2027. Die Finanzierung ist jedoch noch ungeklärt; Madrid prüft eine öffentlich-private Partnerschaft, die durch EU-TEN-T-Mittel und Kapital aus Golf-Staatsfonds unterstützt wird.

Teams für Unternehmensverlagerungen mit Nordafrika-Bezug sollten die politische Dimension im Auge behalten: Spanien und Marokko beabsichtigen, vor Baubeginn ein bilaterales Mobilitätsabkommen zu unterzeichnen, das die Portabilität der Sozialversicherung und vereinfachte Arbeitserlaubnisquoten regelt. Wird dieses Abkommen ratifiziert, könnte dies Expatriate-Einsätze Jahre vor der ersten Zugfahrt erleichtern.
Quelle: RailwayNews

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