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Spanien verlängert Mindestlohnhöhe von 2025 bis 2026 und verschiebt geplante SMI-Erhöhung

Dez. 25, 2025
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Spanien verlängert Mindestlohnhöhe von 2025 bis 2026 und verschiebt geplante SMI-Erhöhung
Das spanische Amtsblatt (BOE) veröffentlichte am 24. Dezember ein königliches Dekretgesetz, das bestätigt, dass der aktuelle gesetzliche Mindestlohn (Salario Mínimo Interprofesional, SMI) von 1.184 € pro Monat (14 Zahlungen) bis zum 31. Dezember 2026 unverändert bleibt.

Hintergrund und Kontext
• Nach spanischem Recht wird der SMI normalerweise jedes Jahr im Januar nach Konsultationen mit Gewerkschaften und Arbeitgebern angepasst.
• Die Einkommensanforderungen für Aufenthaltskategorien wie Fernarbeitende, Hochqualifizierte und digitale Nomaden orientieren sich an einem Vielfachen des SMI (meist 200 % für Hauptantragsteller und 75–25 % für Angehörige). Ein Einfrieren hält diese Einkommensgrenzen stabil.

Warum die Regierung auf „Pause“ drückte
Das Arbeitsministerium begann Anfang Dezember Dreiergespräche, doch Gewerkschaften forderten eine Erhöhung um 7,5 %, Arbeitgeber nur 1,5 %, und Experten empfahlen 3,1–4,7 %. Da kein Konsens erzielt wurde und der nationale Haushalt für 2026 noch nicht beschlossen ist, entschieden die Minister, den aktuellen Wert zu verlängern, um „rechtliche Sicherheit“ zu gewährleisten, während die Verhandlungen im neuen Jahr fortgesetzt werden.

Spanien verlängert Mindestlohnhöhe von 2025 bis 2026 und verschiebt geplante SMI-Erhöhung


Auswirkungen auf globale Mobilitätsprogramme
1. Bewerber für digitale Nomadenvisa, die EU Blue Card, Forscher und IT-Fachkräfte können ihre Einkommensnachweise für 2026 weiterhin auf der bestehenden Basis von 1.184 € aufbauen, was die Schwelle für Hauptantragsteller auf etwa 2.370–2.760 € monatlich hält (je nach Region).
2. Unternehmensentsendungen, die Anfang 2026 geplant sind, müssen keine unerwartete Gehaltserhöhung einplanen, was die Budgetierung erleichtert.
3. HR-Teams sollten jedoch darauf hinweisen, dass eine SMI-Erhöhung Mitte des Jahres möglich bleibt, sobald die Sozialdialoggespräche abgeschlossen sind; das Dekret erlaubt ausdrücklich eine rückwirkende Anhebung ab dem 1. Januar 2026.

Was Unternehmen jetzt tun sollten
• Laufende Visa- und Aufenthaltsanträge prüfen, um sicherzustellen, dass die finanziellen Nachweise dem eingefrorenen SMI entsprechen.
• Rückstellungsklauseln in die Kostenkalkulationen für Entsendungen aufnehmen, falls eine nachträgliche SMI-Erhöhung für 2026 genehmigt wird.
• Die SMI-Einfrierung an Fernarbeitende kommunizieren, die den digitalen Nomadenstatus in Spanien anstreben, damit sie ihre Anträge zügig abschließen können.

Fazit
Für die nächsten Monate sind die Gehaltsschwellen für Unternehmensimmigration in Spanien festgeschrieben. Das schafft eine kurze Phase der Kostensicherheit für Arbeitgeber und mobile Talente, doch Mobilitätsmanager sollten wachsam bleiben, da Mitte 2026 eine Anpassung möglich ist, sobald die politischen Verhandlungen wieder aufgenommen werden.
Quelle: Investing.com / EFE

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