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ACI Europe fordert dringende Überprüfung des EU-Biometrie-Grenzsystems angesichts wachsender Warteschlangen an spanischen Drehkreuzen

Dez. 28, 2025
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ACI Europe fordert dringende Überprüfung des EU-Biometrie-Grenzsystems angesichts wachsender Warteschlangen an spanischen Drehkreuzen
Der Flughafenrat Europa (ACI Europe) hat am 27. Dezember dringend zu einer umfassenden Überprüfung des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) der EU aufgerufen, nachdem eine Welle von Ferienstaus den Kontinent erfasst hat. Die Branchenorganisation nannte die Flughäfen Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat und Málaga als besonders stark betroffen und verwies auf „anhaltende technische Störungen“ sowie „unzureichende Notfallbesetzung“.

Das EES wurde eingeführt, um die Sicherheit an den Außengrenzen zu verschärfen und erfasst bei jeder Ein- und Ausreise von Nicht-EU-Bürgern Fingerabdrücke und Gesichtserkennung. Doch die Technologie geriet bei Spitzenbelastungen an ihre Grenzen. Laut Betreiber Aena wurden an den spanischen Flughäfen in der Weihnachtszeit mehr als 101.000 Flüge abgewickelt, was Schwachstellen offenbarte, die bei Tests außerhalb der Spitzenzeiten weniger sichtbar waren.

ACI Europe fordert dringende Überprüfung des EU-Biometrie-Grenzsystems angesichts wachsender Warteschlangen an spanischen Drehkreuzen


ACI Europe warnte, dass anhaltende Verzögerungen gegen die EU-Passagierrechte verstoßen könnten und Entschädigungsforderungen von Fluggesellschaften nach sich ziehen könnten, die Passagiere ohne Erscheinen ausladen oder verpasste Anschlussflüge umbuchen müssen. Die Organisation fordert die Europäische Kommission und die nationalen Innenministerien – darunter auch das spanische – auf, vor dem Osteransturm eine Taskforce einzurichten. Empfohlen werden zusätzliche Terminals, schnelle Technik-Teams und klarere Beschilderungen in mehreren Sprachen.

Für Teams im Bereich globale Mobilität ist die Meldung sowohl ein Warnsignal als auch eine Chance, frühzeitig mit entsandten Mitarbeitern in Kontakt zu treten. Unternehmen wird geraten, Pufferzeiten für das EES bei Reisegenehmigungen einzuplanen, Wartezeit-Apps zu überwachen und die Reisenden auf mögliche biometrische Nachregistrierungen bei Scan-Fehlern vorzubereiten. Einwanderungsrechtler weisen zudem darauf hin, dass durch Grenzstaus verursachte Überziehungen nicht automatisch eine Verletzung der Schengen-Regeln entschuldigen; Reisende sollten Verzögerungsnachweise aufbewahren.

Das spanische Innenministerium hat den Bericht zur Kenntnis genommen und erklärt, „eng mit den Flughafenbehörden zusammenarbeiten“ zu wollen, ohne jedoch eine Aussetzung des Systems zuzusagen. Während an Geschäftsflughäfen dank spezieller Teams eine reibungslosere Abwicklung gemeldet wird, wächst der Druck, dieses Modell auch an den kommerziellen Terminals vor dem Höhepunkt des europäischen Ski-Tourismus im Februar umzusetzen.
Quelle: The Economic Times (NRI/Visit)

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