
Flughafen Wien AG, Betreiber des größten Flughafens Österreichs, hat eine seltene Prognose mit rückläufiger Tendenz veröffentlicht: Am 20. Januar informierte das Unternehmen Investoren, dass die Passagierzahlen von Rekordwerten mit 32,6 Millionen im Vorjahr auf etwa 30 Millionen im Jahr 2026 zurückgehen dürften. Diese vorsichtige Einschätzung steht im Zusammenhang mit dem Rückzug von drei älteren Boeing 767 bei der heimischen Fluggesellschaft Austrian Airlines sowie der Reduzierung von Flügen auf weniger profitablen europäischen Strecken. Gleichzeitig verlagert die Billigfluglinie Ryanair zwei Flugzeuge nach Osteuropa, während Wizz Air Wien komplett verlässt.
Finanzvorstand Günther Ofner erklärte, dass das geringere Passagieraufkommen zusammen mit einer gesetzlich festgelegten Senkung der Passagiergebühren um 4,6 % ab 1. Januar die Einnahmen um rund 30 Millionen Euro drücken und das EBITDA der Gruppe auf 415 Millionen Euro schrumpfen lassen werde. Ein Sparprogramm – bestehend aus eingefrorenen Stellen, neu verhandelten Dienstleistungsverträgen und verschobenen nicht-kritischen Investitionen – soll den Nettogewinn jedoch nahe der Marke von 210 Millionen Euro halten. Die Investitionen werden sogar auf 330 Millionen Euro steigen, da der Flughafen den Bau einer neuen zentralen Sicherheitskontrolle vorantreibt, die auf das EU-Einreise-/Ausreisesystem ausgerichtet ist, sowie die zweite Phase der Renovierung des Midfield-Terminals.
Für Geschäftsreisende und Mobilitätsplaner ist die Botschaft zwiespältig: Weniger Flugzeuge und engere Flugpläne könnten die Möglichkeiten für Tagesverbindungen nach Mittel- und Osteuropa einschränken, gleichzeitig könnten schlankere Abläufe die chronische Überlastung zu Spitzenzeiten entschärfen. Wien wird weiterhin einer der pünktlichsten Flughäfen Europas bleiben, betonte Ofner und verwies auf die On-Time-Performance-Daten, die nach wie vor an der Spitze der Lufthansa-Gruppe stehen. Der Flughafen bestätigte zudem, dass er das preislich gedeckelte Bahn-Gutscheinprogramm mit der ÖBB für von Störungen betroffene Passagiere beibehalten wird – eine wichtige Absicherung angesichts der wetterbedingten Schließungen im Januar.
Die Politik beobachtet die Entwicklung genau. Die Passagiergebühren sind im Bundesgesetz verankert, doch das Verkehrsministerium deutete letzte Woche an, dass es die separate Luftverkehrsabgabe Österreichs nach dem jüngsten Kapazitätsabbau von Ryanair überprüfen könnte. Reisebüros sollten ihre Kunden auf höhere Preise bei begrenzten Business-Class-Kontingenten vorbereiten und EU-weit entsandte Mitarbeiter dazu raten, frühzeitig zu buchen, um Verbindungen über Wien zu sichern. (kurier.at)
Finanzvorstand Günther Ofner erklärte, dass das geringere Passagieraufkommen zusammen mit einer gesetzlich festgelegten Senkung der Passagiergebühren um 4,6 % ab 1. Januar die Einnahmen um rund 30 Millionen Euro drücken und das EBITDA der Gruppe auf 415 Millionen Euro schrumpfen lassen werde. Ein Sparprogramm – bestehend aus eingefrorenen Stellen, neu verhandelten Dienstleistungsverträgen und verschobenen nicht-kritischen Investitionen – soll den Nettogewinn jedoch nahe der Marke von 210 Millionen Euro halten. Die Investitionen werden sogar auf 330 Millionen Euro steigen, da der Flughafen den Bau einer neuen zentralen Sicherheitskontrolle vorantreibt, die auf das EU-Einreise-/Ausreisesystem ausgerichtet ist, sowie die zweite Phase der Renovierung des Midfield-Terminals.
Für Geschäftsreisende und Mobilitätsplaner ist die Botschaft zwiespältig: Weniger Flugzeuge und engere Flugpläne könnten die Möglichkeiten für Tagesverbindungen nach Mittel- und Osteuropa einschränken, gleichzeitig könnten schlankere Abläufe die chronische Überlastung zu Spitzenzeiten entschärfen. Wien wird weiterhin einer der pünktlichsten Flughäfen Europas bleiben, betonte Ofner und verwies auf die On-Time-Performance-Daten, die nach wie vor an der Spitze der Lufthansa-Gruppe stehen. Der Flughafen bestätigte zudem, dass er das preislich gedeckelte Bahn-Gutscheinprogramm mit der ÖBB für von Störungen betroffene Passagiere beibehalten wird – eine wichtige Absicherung angesichts der wetterbedingten Schließungen im Januar.
Die Politik beobachtet die Entwicklung genau. Die Passagiergebühren sind im Bundesgesetz verankert, doch das Verkehrsministerium deutete letzte Woche an, dass es die separate Luftverkehrsabgabe Österreichs nach dem jüngsten Kapazitätsabbau von Ryanair überprüfen könnte. Reisebüros sollten ihre Kunden auf höhere Preise bei begrenzten Business-Class-Kontingenten vorbereiten und EU-weit entsandte Mitarbeiter dazu raten, frühzeitig zu buchen, um Verbindungen über Wien zu sichern. (kurier.at)
Quelle: Kurier
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