
Das spanische Arbeitsministerium hat am 23. Januar Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden (CEOE–Cepyme) und den beiden großen Gewerkschaftskonföderationen (UGT, CCOO) zur Festlegung des Mindestlohns 2026 (Salario Mínimo Interprofesional, SMI) aufgenommen. Der Vorschlag der Regierung sieht eine Erhöhung um 3,1 % vor, wodurch der gesetzliche Mindestlohn von 1.184 € auf 1.221 € pro Monat (14 Zahlungen) steigen würde. Die Arbeitgeberseite bot maximal 1,5 % an, während die Gewerkschaften ihre Forderung von 1.273 € bekräftigten, was dem 60 %-Benchmark des Durchschnittslohns gemäß der Europäischen Sozialcharta entspricht. (cronista.com)
Obwohl der SMI eine nationale arbeitsrechtliche Angelegenheit ist, hat er direkte Auswirkungen auf das seit einem Jahr bestehende Digital Nomad Visa (DNV), da die finanzielle Mindestanforderung des Visums bei 200 % des SMI liegt. Wird der Regierungsentwurf angenommen, müsste das monatliche Einkommen, das Remote-Arbeitnehmer nachweisen müssen, von 2.368 € auf etwa 2.442 € steigen; nach dem Szenario der Gewerkschaften würde es auf 2.546 € ansteigen. Multinationale Unternehmen, die Remote-Mitarbeiter in Spanien beschäftigen oder „Work-from-anywhere“-Programme unterstützen, müssen daher ihre Gehaltsbenchmarks, globale Mobilitätsbudgets und Lebenshaltungskosten-Zuschläge überdenken.
Auch die Teams für Unternehmensverlagerungen beobachten die Debatte genau, da das Aufenthaltsrecht für Hochqualifizierte (Highly Qualified Professional, HQP) gemäß dem Start-up-Gesetz von 2022 ein Mindestgehalt von 1,5 × SMI verlangt. Ein neuer Mindestlohn von 1.221 € würde das HQP-Minimum auf 1.832 € pro Monat anheben. Personalverantwortliche sollten daher Einsätze oder endgültige Jobangebote vor der Veröffentlichung des königlichen Dekrets zur SMI-Erhöhung im BOE – üblicherweise Anfang Februar – absichern, um unerwartete Lohnkosten zu vermeiden.
Über die Auswirkungen auf die Einwanderung hinaus sind die SMI-Verhandlungen ein Indikator für die Lohninflation 2026. Verbände aus Tourismus, Gastronomie und Landwirtschaft warnen, dass aufeinanderfolgende Erhöhungen über der Inflationsrate die Wettbewerbsfähigkeit gefährden könnten, während die Gewerkschaften betonen, dass Verbraucher nach vier Jahren hoher Preise Entlastung benötigen. Die Regierung hält eine moderate Reallohnerhöhung für mit einer weiterhin starken Beschäftigungsentwicklung vereinbar.
Sollten Madrid, Gewerkschaften und Wirtschaft keine Einigung erzielen, ist das Kabinett befugt, den neuen SMI einseitig festzulegen – wie bereits 2025 geschehen. Für Manager im Bereich globale Mobilität ist der entscheidende Punkt das Timing: Nach Veröffentlichung des neuen Mindestlohns werden alle einkommensabhängigen Einwanderungskategorien (DNV, HQP, EU Blue Card) automatisch angepasst, sodass nur wenig Zeit für laufende Anträge bleibt.
Obwohl der SMI eine nationale arbeitsrechtliche Angelegenheit ist, hat er direkte Auswirkungen auf das seit einem Jahr bestehende Digital Nomad Visa (DNV), da die finanzielle Mindestanforderung des Visums bei 200 % des SMI liegt. Wird der Regierungsentwurf angenommen, müsste das monatliche Einkommen, das Remote-Arbeitnehmer nachweisen müssen, von 2.368 € auf etwa 2.442 € steigen; nach dem Szenario der Gewerkschaften würde es auf 2.546 € ansteigen. Multinationale Unternehmen, die Remote-Mitarbeiter in Spanien beschäftigen oder „Work-from-anywhere“-Programme unterstützen, müssen daher ihre Gehaltsbenchmarks, globale Mobilitätsbudgets und Lebenshaltungskosten-Zuschläge überdenken.
Auch die Teams für Unternehmensverlagerungen beobachten die Debatte genau, da das Aufenthaltsrecht für Hochqualifizierte (Highly Qualified Professional, HQP) gemäß dem Start-up-Gesetz von 2022 ein Mindestgehalt von 1,5 × SMI verlangt. Ein neuer Mindestlohn von 1.221 € würde das HQP-Minimum auf 1.832 € pro Monat anheben. Personalverantwortliche sollten daher Einsätze oder endgültige Jobangebote vor der Veröffentlichung des königlichen Dekrets zur SMI-Erhöhung im BOE – üblicherweise Anfang Februar – absichern, um unerwartete Lohnkosten zu vermeiden.
Über die Auswirkungen auf die Einwanderung hinaus sind die SMI-Verhandlungen ein Indikator für die Lohninflation 2026. Verbände aus Tourismus, Gastronomie und Landwirtschaft warnen, dass aufeinanderfolgende Erhöhungen über der Inflationsrate die Wettbewerbsfähigkeit gefährden könnten, während die Gewerkschaften betonen, dass Verbraucher nach vier Jahren hoher Preise Entlastung benötigen. Die Regierung hält eine moderate Reallohnerhöhung für mit einer weiterhin starken Beschäftigungsentwicklung vereinbar.
Sollten Madrid, Gewerkschaften und Wirtschaft keine Einigung erzielen, ist das Kabinett befugt, den neuen SMI einseitig festzulegen – wie bereits 2025 geschehen. Für Manager im Bereich globale Mobilität ist der entscheidende Punkt das Timing: Nach Veröffentlichung des neuen Mindestlohns werden alle einkommensabhängigen Einwanderungskategorien (DNV, HQP, EU Blue Card) automatisch angepasst, sodass nur wenig Zeit für laufende Anträge bleibt.
Quelle: El Cronista España
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