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Polen leitet Ausstieg aus dem Sonderstatus für ukrainische Flüchtlinge ein

Jan. 24, 2026
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Polen leitet Ausstieg aus dem Sonderstatus für ukrainische Flüchtlinge ein
Die polnische Regierung hat den ersten formellen Schritt unternommen, um das außergewöhnliche Rechtsregime für ukrainische Staatsbürger, das seit dem groß angelegten Einmarsch in die Ukraine 2022 gilt, zu beenden. Am 23. Januar 2026 veröffentlichte das Innenministerium einen Gesetzentwurf, der große Teile des Sondergesetzes zur Unterstützung ukrainischer Staatsbürger aufheben würde. Dieses Gesetz gewährt Ukrainern derzeit Rechte, die fast denen polnischer Staatsbürger entsprechen – darunter visafreie Einreise, sofortige Arbeitserlaubnis, finanzielle Leistungen und uneingeschränkten Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung.

Nach dem Vorschlag sollen die meisten Sonderregelungen durch einen regulären „Integrationsweg“ ersetzt werden, der an das allgemeine Ausländergesetz Polens angelehnt ist. Ukrainische Staatsbürger könnten weiterhin ohne Arbeitsmarktprüfung arbeiten, müssten dies jedoch dem Arbeitsamt melden. Familienleistungen, wie das beliebte „800+“-Kindergeld, würden künftig an die Bedingung geknüpft, dass die Eltern erwerbstätig sind oder aktiv Arbeit suchen. Kostenlose Unterbringung in Sammelunterkünften wäre nur noch für besonders schutzbedürftige Gruppen vorgesehen, während erwachsene Geflüchtete außerhalb dieser Gruppen nach einer Übergangszeit zur Mitfinanzierung der Unterkunft verpflichtet wären.

Polen leitet Ausstieg aus dem Sonderstatus für ukrainische Flüchtlinge ein


Sollte der Entwurf unverändert das Parlament passieren, beginnt die Ausphasung am 5. März 2026 – dem Datum, an dem der vorübergehende Schutz nach dem EU-Ratsbeschluss derzeit ausläuft. Behörden betonen, dass niemand zur Ausreise gezwungen wird; stattdessen sollen Ukrainer ermutigt werden, auf reguläre Aufenthaltstitel (für Arbeit, Studium oder Familie) umzusteigen oder, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen, den Status eines langfristig in der EU ansässigen Bewohners zu beantragen. Das Gesetz sieht zudem eine einmalige, zweijährige Aufenthaltserlaubnis für diejenigen vor, die die regulären Anforderungen nicht sofort erfüllen können, um Arbeitgebern eine Übergangszeit zur Legalisierung wichtiger Mitarbeiter zu geben.

Für globale Mobilitätsmanager hat dies weitreichende Folgen. Personalabteilungen müssen ihre ukrainischen Entsandten überprüfen, um sicherzustellen, dass jeder Mitarbeiter und dessen Angehörige nach März 2026 über einen passenden Aufenthaltstitel verfügen. Die Gehaltsabrechnung sollte darauf vorbereitet sein, dass einige Entsandte Sozialleistungen für Familien verlieren könnten, was die Nettolohnberechnung beeinflusst. Unternehmen, die Unterkünfte bereitstellen, könnten mit erhöhten Verpflichtungen konfrontiert werden, falls staatliche Zentren reduziert werden. Schließlich könnten Talentstrategien angepasst werden müssen, falls einige Ukrainer sich entscheiden, in andere EU-Länder mit günstigeren Unterstützungsangeboten umzuziehen.

Obwohl das Gesetz noch die Zustimmung beider Parlamentskammern und des Präsidenten benötigt, rechnen Quellen im Innenministerium mit einer beschleunigten Verabschiedung im Februar. Multinationale Arbeitgeber sollten daher jetzt mit der Planung von Alternativszenarien beginnen, anstatt auf die endgültige Gesetzesfassung zu warten.
Quelle: TFIGlobal

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