
Die Europäische Kommission hat am 29. Januar 2026 ihre erste EU-Visastrategie vorgestellt – ein umfassender Fahrplan, der in den kommenden zehn Jahren die Vergabe von Kurz- und Langzeitvisa durch die Mitgliedstaaten, darunter auch Belgien, prägen wird. Das Dokument reagiert auf zunehmende geopolitische Spannungen, Rekordzahlen bei der Mobilität und eine wachsende Fachkräftelücke auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Es verfolgt drei Hauptziele: (1) die Sicherheit des Schengen-Raums durch strengere Kontrolle der visafreien Regelungen und die Einführung eines stärkeren Aussetzungsmechanismus zu erhöhen; (2) das Wirtschaftswachstum zu fördern, indem die EU für Fachkräfte, Studierende, Forschende und innovative Unternehmer attraktiver gemacht wird; und (3) die strategischen Interessen der Union im Ausland durch den gezielten Einsatz der Visapolitik als diplomatisches Instrument voranzutreiben.
Die Sicherheitsmaßnahmen stehen dabei im Fokus. Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten auf, bis 2028 100 % der Visaanträge zu digitalisieren und auf kryptografisch gesicherte digitale Visasticker umzustellen, die mit dem Ein- und Ausreisesystem (EES) sowie dem Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) verknüpft sind. Fluggesellschaften, Grenzpolizei und Einwanderungsbehörden sollen mit einer einzigen Abfrage Zugriff auf alle wichtigen EU-Datenbanken erhalten, was Betrugs- und Identitätswechselrisiken drastisch reduziert. Die Strategie verlangt zudem eine strengere, datenbasierte Überwachung der Partnerländer mit visafreiem Zugang, verbunden mit der expliziten Drohung einer schnellen Aussetzung bei einem Anstieg von Überziehungen, Asylmissbrauch oder Sicherheitsbedenken über neue, niedrigere Schwellenwerte hinaus.
Für belgische Unternehmen ist besonders die parallel veröffentlichte Empfehlung zur „Anziehung von Talenten für Innovation“ interessant. Brüssel wird ermutigt, die Antragstellung vollständig online anzubieten, die Bearbeitungszeit für Standard-Langzeitvisa auf 30 Tage zu begrenzen und eine nahtlose Mobilität innerhalb der EU für Inhaber von Aufenthaltstiteln zu schaffen – etwa für Ingenieure, die kurzfristig in Antwerpen und Köln arbeiten. Das Papier fordert außerdem eine vereinfachte Anerkennung ausländischer Qualifikationen und geringere Dokumentationsanforderungen für Start-ups, was bereits in Flandern diskutierte Vorschläge für eine 15-tägige „Fast Lane“ für hochqualifizierte Migranten widerspiegelt.
Praktisch sollten Personal- und Mobilitätsverantwortliche sich auf eine deutlich digitalere und datenintensivere Visaverwaltung einstellen. Belgische Unternehmen, die Mitarbeiter innerhalb der EU versetzen, müssen sicherstellen, dass ihre Lohnabrechnung, Grenz-Compliance und Reisedatensysteme mit den neuen EU-weiten IT-Plattformen kompatibel sind. Zudem ist mit einer genaueren Prüfung von Einsatzzeiten entsandter Arbeitnehmer und Echtheitsprüfungen bei Beschäftigungsverhältnissen zu rechnen, sobald der verbesserte Aussetzungsmechanismus in Kraft tritt.
Obwohl die Strategie rechtlich nicht unmittelbar bindend ist, gibt sie die politische Richtung für kommende Gesetzesvorschläge und Förderprogramme vor. Die belgischen Innen- und Außenministerien haben den Fahrplan bereits begrüßt und betont, dass er mit den nationalen Plänen harmoniert, eine Verwaltungsgebühr für Einreichungen von Einzelerlaubnissen einzuführen und die biometrische Infrastruktur am Flughafen Brüssel vor dem Start des EES auszubauen.
Die Sicherheitsmaßnahmen stehen dabei im Fokus. Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten auf, bis 2028 100 % der Visaanträge zu digitalisieren und auf kryptografisch gesicherte digitale Visasticker umzustellen, die mit dem Ein- und Ausreisesystem (EES) sowie dem Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) verknüpft sind. Fluggesellschaften, Grenzpolizei und Einwanderungsbehörden sollen mit einer einzigen Abfrage Zugriff auf alle wichtigen EU-Datenbanken erhalten, was Betrugs- und Identitätswechselrisiken drastisch reduziert. Die Strategie verlangt zudem eine strengere, datenbasierte Überwachung der Partnerländer mit visafreiem Zugang, verbunden mit der expliziten Drohung einer schnellen Aussetzung bei einem Anstieg von Überziehungen, Asylmissbrauch oder Sicherheitsbedenken über neue, niedrigere Schwellenwerte hinaus.
Für belgische Unternehmen ist besonders die parallel veröffentlichte Empfehlung zur „Anziehung von Talenten für Innovation“ interessant. Brüssel wird ermutigt, die Antragstellung vollständig online anzubieten, die Bearbeitungszeit für Standard-Langzeitvisa auf 30 Tage zu begrenzen und eine nahtlose Mobilität innerhalb der EU für Inhaber von Aufenthaltstiteln zu schaffen – etwa für Ingenieure, die kurzfristig in Antwerpen und Köln arbeiten. Das Papier fordert außerdem eine vereinfachte Anerkennung ausländischer Qualifikationen und geringere Dokumentationsanforderungen für Start-ups, was bereits in Flandern diskutierte Vorschläge für eine 15-tägige „Fast Lane“ für hochqualifizierte Migranten widerspiegelt.
Praktisch sollten Personal- und Mobilitätsverantwortliche sich auf eine deutlich digitalere und datenintensivere Visaverwaltung einstellen. Belgische Unternehmen, die Mitarbeiter innerhalb der EU versetzen, müssen sicherstellen, dass ihre Lohnabrechnung, Grenz-Compliance und Reisedatensysteme mit den neuen EU-weiten IT-Plattformen kompatibel sind. Zudem ist mit einer genaueren Prüfung von Einsatzzeiten entsandter Arbeitnehmer und Echtheitsprüfungen bei Beschäftigungsverhältnissen zu rechnen, sobald der verbesserte Aussetzungsmechanismus in Kraft tritt.
Obwohl die Strategie rechtlich nicht unmittelbar bindend ist, gibt sie die politische Richtung für kommende Gesetzesvorschläge und Förderprogramme vor. Die belgischen Innen- und Außenministerien haben den Fahrplan bereits begrüßt und betont, dass er mit den nationalen Plänen harmoniert, eine Verwaltungsgebühr für Einreichungen von Einzelerlaubnissen einzuführen und die biometrische Infrastruktur am Flughafen Brüssel vor dem Start des EES auszubauen.
Quelle: European Commission – DG HOME