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Fluggesellschaften warnen: Frankreich drohen vierstündige Warteschlangen, da EU-Biometrie-Ein- und Ausreisesystem an Belastungsgrenze stößt

Feb. 12, 2026
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Fluggesellschaften warnen: Frankreich drohen vierstündige Warteschlangen, da EU-Biometrie-Ein- und Ausreisesystem an Belastungsgrenze stößt
Airlines for Europe (A4E), Airports Council International Europe (ACI) und die International Air Transport Association (IATA) schlagen in einem gemeinsamen Schreiben vom 11. Februar Alarm. Die Organisationen warnen, dass das neue EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) – das das bisherige Stempeln von Pässen durch verpflichtende Fingerabdruck- und Gesichtserfassung für alle Nicht-EU-Bürger ersetzt – bereits zu Wartezeiten von bis zu zwei Stunden an den Flughäfen Paris-Charles-de-Gaulle, Orly, Nizza und am Eurostar-Terminal führt. Ab dem 10. April endet die schrittweise „Light-Touch“-Phase, dann müssen 100 Prozent der Reisenden erfasst werden. Ohne dringende Flexibilität drohen laut Warnung Warteschlangen von „vier Stunden oder mehr“ während der Hauptreisezeit im Sommer. (m.economictimes.com)

Die Flughäfen machen eine perfekte Kombination aus chronischem Personalmangel, Anlaufschwierigkeiten mit den neuen Terminals und fehlendem Platz für die Erstregistrierung verantwortlich. Das französische Innenministerium betont, seit 2024 seien 2.000 zusätzliche Grenzpolizisten eingestellt worden, doch Gewerkschaften berichten, dass nur die Hälfte der Stellen besetzt ist und viele Beamte noch in der Bedienung der neuen Technik geschult werden. Geschäftsreisende befürchten, dass verpasste Anschlussflüge in den Pariser Drehkreuzen sich auf das gesamte Schengen-Luftverkehrsnetz auswirken und enge Zeitpläne sowie Termine am selben Tag gefährden.

Fluggesellschaften warnen: Frankreich drohen vierstündige Warteschlangen, da EU-Biometrie-Ein- und Ausreisesystem an Belastungsgrenze stößt


Die Branchenverbände fordern von der Europäischen Kommission, den Mitgliedstaaten zwischen Juni und Oktober die Möglichkeit zu geben, das System „teilweise oder vollständig auszusetzen“, ähnlich wie es einige französische Flughäfen während der Olympischen Spiele 2024 getan haben. Zudem wird ein gemeinsamer Kommunikationsplan gefordert, damit Reisende sich vorab über die kommende EU-App registrieren können, um die Nutzung der Kontrollpunkte zu beschleunigen. Die Kommission hat bisher nicht reagiert, doch aus Kreisen der Behörde heißt es, dass eine generelle Ausnahmeregelung die einstimmige Zustimmung aller 27 Schengen-Staaten erfordern würde.

Für Mobilitätsmanager lautet die klare Empfehlung: Planen Sie für Reisen über Frankreich in diesem Sommer mehr Zeit ein, informieren Sie Reisende über die biometrische Erfassung und prüfen Sie alternative Routen über Flughäfen mit geringerer Erfassungsbelastung wie Lyon oder Bordeaux, bis das System stabil läuft. Unternehmen mit häufig reisenden Mitarbeitern sollten die geplante „Vorregistrierung“ am Flughafen Paris CDG genau beobachten, die nach Einführung die Abfertigungszeit auf unter zwei Minuten reduzieren könnte.
Quelle: AFP via The Economic Times

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