
Führungskräfte im Gesundheitswesen schlagen Alarm: Eine Analyse der neuen Daten des Innenministeriums durch The Guardian zeigt seit 2022 einen Rückgang der Ankünfte ausländischer Pflegekräfte um 93 Prozent und einen Einbruch der Visaerteilungen für Pflegehilfskräfte um 97 Prozent. Im letzten Quartal 2025 erhielten nur 23 Pflegehilfskräfte ein Visum – trotz 78.000 offenen Stellen im Bereich der Erwachsenenpflege in England. Die Wohltätigkeitsorganisation Work Rights Centre warnt, dass diese Zahlen die finanziellen und demografischen Risiken der einseitigen Migrationspolitik der Regierung offenlegen. Das Royal College of Nursing betont, dass die inländische Ausbildung die Lücke nicht schließen kann, während der National Care Association berichtet, dass Anbieter bereits auf Sponsoring verzichten, da Gehaltsgrenzen und Compliance-Kosten die Vorteile überwiegen. Für den National Health Service und private Anbieter drohen durch den Fachkräftemangel Leistungseinbußen, Projektverzögerungen und steigende Agenturkosten. Experten für globale Mobilität weisen darauf hin, dass Organisationen, die noch sponsern dürfen, nun Anforderungen auf Hochschulniveau (RQF 6) erfüllen und mindestens 41.700 Pfund zahlen müssen, was die Berechtigung für viele vordergründige Positionen einschränkt. Politikanalysten warnen vor Folgewirkungen bei Bau- und Forschungsvisa, die beide um mehr als 60 Prozent zurückgegangen sind, was Wohnungsbauziele und Innovationsvorhaben gefährdet. Das Innenministerium betont, die Reformen unterstützten britische Arbeitnehmer und fordern Investitionen in heimische Fachkräfte, doch Arbeitgeber warnen, dass ohne Übergangsregelungen die Patientensicherheit und das Wirtschaftswachstum leiden. Unternehmen in regulierten Branchen werden aufgefordert, ihre Personalpläne kritisch zu prüfen, intraunternehmerische Transfers im Rahmen der Global Business Mobility zu nutzen und sich für eine überarbeitete Immigration Salary List einzusetzen, wenn der Migration Advisory Committee später in diesem Jahr Bericht erstattet.
Quelle: The Guardian
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