
Genau einen Monat vor der verpflichtenden Einführung des EU-Ein- und Ausreisesystems (EES) am 10. April 2026 haben Österreichs zwei verkehrsreichste internationale Drehkreuze – Wien-Schwechat und Salzburg – die Endphase der Inbetriebnahme von über 200 Selbstbedienungskiosken und automatischen Grenzkontrolltoren erreicht. Diese Geräte erfassen Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen von Drittstaatsangehörigen. Das Innenministerium erinnerte in am 15. März veröffentlichten Hinweisen die Fluggesellschaften daran, dass ab dem Startdatum keine Passstempel mehr für Nicht-EU-Besucher vergeben werden und die Airlines bei fehlgeschlagener biometrischer Erfassung an der Grenze mit Bußgeldern rechnen müssen.
Nach dem neuen System wird jede Ein- und Ausreise eines Nicht-EU- und Nicht-EFTA-Reisenden digital erfasst und der Datensatz ist drei Jahre lang gültig oder bis das 90-Tage-Kontingent innerhalb von 180 Tagen ausgeschöpft ist. Österreich setzt auf ein „front-loaded“-Modell, bei dem die biometrische Erfassung bereits beim Check-in oder Gepäckaufgabe erfolgt, gefolgt von einer Gesichtserkennung an den automatischen Grenzkontrolltoren. Austrian Airlines, Technologieführer der Lufthansa-Gruppe, bestätigte heute, dass Business-Class- und HON Circle-Passagiere künftig den „dokumentfreien“ Weg nutzen können, indem sie gespeicherte biometrische Daten aus dem Online-Check-in verwenden.
Der 30-Tage-Meilenstein bringt praktische Änderungen für Arbeitgeber mit sich, die Nicht-EU-Mitarbeiter und Auftragnehmer nach Österreich entsenden. Globale Mobilitätsteams müssen nun vor der Reise biometrische Einwilligungsformulare einholen und die Beschäftigten darauf hinweisen, dass die erstmalige Erfassung 5 bis 10 Minuten zusätzlich bei den Abreiseformalitäten in Anspruch nehmen kann. Für Geschäftsreisende aus dem Ausland ist die größere Herausforderung sicherzustellen, dass vorhandene Schengen-Visa nach dem 10. April 2025 ausgestellt wurden; ältere Visa verfügen nicht über die erforderlichen kryptografischen Sicherheitsmerkmale für eine reibungslose EES-Verarbeitung und können zu manuellen, langsameren Kontrollwegen führen.
Der Airports Council International (Europa) schätzt, dass das EES die durchschnittlichen Abfertigungszeiten in der Anfangsphase um 30 % erhöhen wird. Wien hat deshalb 150 temporäre Mitarbeiter eingestellt, um Passagiere, die mit der Technologie nicht vertraut sind, zu unterstützen. Der Betreiber Flughafen Wien AG betont, dass die Investition von 6,5 Millionen Euro sich innerhalb von drei Jahren durch schnellere Abfertigung und reduzierten Personalbedarf amortisieren wird, sobald die Lernkurve abgeflacht ist.
Für Unternehmen, die Talente über mehrere EU-Drehkreuze bewegen, ist Österreichs Vorbereitung ein Lichtblick. Frankfurt, Prag und Mailand haben signalisiert, dass die volle EES-Kapazität möglicherweise erst im Spätsommer verfügbar sein wird, was das Risiko von verpassten Anschlussflügen bei Routen mit gemischten, EES-konformen und nicht-konformen Flughäfen erhöht. Reiseverantwortliche sollten daher Routen sorgfältig planen, Reisende über die Anforderungen der erstmaligen biometrischen Erfassung informieren und zusätzliche Pufferzeiten in die Zeitpläne einbauen, bis das System stabil läuft.
Nach dem neuen System wird jede Ein- und Ausreise eines Nicht-EU- und Nicht-EFTA-Reisenden digital erfasst und der Datensatz ist drei Jahre lang gültig oder bis das 90-Tage-Kontingent innerhalb von 180 Tagen ausgeschöpft ist. Österreich setzt auf ein „front-loaded“-Modell, bei dem die biometrische Erfassung bereits beim Check-in oder Gepäckaufgabe erfolgt, gefolgt von einer Gesichtserkennung an den automatischen Grenzkontrolltoren. Austrian Airlines, Technologieführer der Lufthansa-Gruppe, bestätigte heute, dass Business-Class- und HON Circle-Passagiere künftig den „dokumentfreien“ Weg nutzen können, indem sie gespeicherte biometrische Daten aus dem Online-Check-in verwenden.
Der 30-Tage-Meilenstein bringt praktische Änderungen für Arbeitgeber mit sich, die Nicht-EU-Mitarbeiter und Auftragnehmer nach Österreich entsenden. Globale Mobilitätsteams müssen nun vor der Reise biometrische Einwilligungsformulare einholen und die Beschäftigten darauf hinweisen, dass die erstmalige Erfassung 5 bis 10 Minuten zusätzlich bei den Abreiseformalitäten in Anspruch nehmen kann. Für Geschäftsreisende aus dem Ausland ist die größere Herausforderung sicherzustellen, dass vorhandene Schengen-Visa nach dem 10. April 2025 ausgestellt wurden; ältere Visa verfügen nicht über die erforderlichen kryptografischen Sicherheitsmerkmale für eine reibungslose EES-Verarbeitung und können zu manuellen, langsameren Kontrollwegen führen.
Der Airports Council International (Europa) schätzt, dass das EES die durchschnittlichen Abfertigungszeiten in der Anfangsphase um 30 % erhöhen wird. Wien hat deshalb 150 temporäre Mitarbeiter eingestellt, um Passagiere, die mit der Technologie nicht vertraut sind, zu unterstützen. Der Betreiber Flughafen Wien AG betont, dass die Investition von 6,5 Millionen Euro sich innerhalb von drei Jahren durch schnellere Abfertigung und reduzierten Personalbedarf amortisieren wird, sobald die Lernkurve abgeflacht ist.
Für Unternehmen, die Talente über mehrere EU-Drehkreuze bewegen, ist Österreichs Vorbereitung ein Lichtblick. Frankfurt, Prag und Mailand haben signalisiert, dass die volle EES-Kapazität möglicherweise erst im Spätsommer verfügbar sein wird, was das Risiko von verpassten Anschlussflügen bei Routen mit gemischten, EES-konformen und nicht-konformen Flughäfen erhöht. Reiseverantwortliche sollten daher Routen sorgfältig planen, Reisende über die Anforderungen der erstmaligen biometrischen Erfassung informieren und zusätzliche Pufferzeiten in die Zeitpläne einbauen, bis das System stabil läuft.
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