
Der Nachtzug kehrt auf eine der wichtigsten Geschäftsverbindungen Europas zurück. Am 26. März um 02:33 Uhr startete die belgisch-niederländische Kooperation European Sleeper den ersten Ostwärts-Zug von Paris Nord nach Berlin Hbf über Brüssel Süd und belebt damit eine Strecke, die SNCF und ÖBB im vergangenen Dezember eingestellt hatten. Vizepremier und Mobilitätsminister Georges Gilkinet begrüßte die Ankunft des Eröffnungszugs in Brüssel und bezeichnete sie als „konkreten Schritt zu sauberer und komfortablerer Mobilität für belgische und internationale Reisende“. Der Zug verkehrt dreimal pro Woche nachts und hält in Mons und Brüssel, was Unternehmen in Wallonien und der Hauptstadt eine umweltfreundliche Alternative zu Kurzstreckenflügen bietet. Die Fahrpreise beginnen bei 50 € für einen Sitzplatz und reichen bis zu 180 € für ein privates Schlafabteil – günstiger als Last-Minute-Flüge und ohne zusätzliche Hotelübernachtungen für Geschäftsreisende.
European Sleeper meldet bereits 25.000 verkaufte Tickets über die eigene Plattform sowie über Buchungsportale wie Trainline und Kombo, während SNCF Connect den Service noch nicht anbietet. Für Mobilitätsmanager erweitert die Wiederaufnahme die Auswahl an Bahnverbindungen, die in vielen belgischen Firmenreiserichtlinien zunehmend auf CO₂-arme Optionen setzen. Eine Hin- und Rückfahrt Paris–Brüssel–Berlin im neuen Nachtzug verursacht etwa 18 kg CO₂ pro Passagier – nur 10 bis 15 % der Emissionen eines vergleichbaren Fluges. Ab 2026 müssen multinationale Unternehmen mit belgischen Niederlassungen laut neuen CSRD-Berichtspflichten ihre Scope-3-Reiseemissionen offenlegen, was den Nachtzug zu einem wichtigen Instrument für die Einhaltung macht.
Operativ mietet European Sleeper Wagen vom deutschen Leasingunternehmen RDC und Lokomotiven von Railpool, um Investitionskosten gering zu halten. Engpässe bei der Streckennutzung in den stark frequentierten Korridoren Île-de-France und Ruhr bleiben eine Herausforderung; das Unternehmen hofft, 2027 attraktivere Abfahrtszeiten zu sichern. Bei einer Auslastung von über 70 % plant die Geschäftsführung, Direktwagen nach Prag sowie eine saisonale Verlängerung nach Barcelona anzubieten und so ein paneuropäisches Nachtzugnetz mit Brüssel als zentralem Knotenpunkt zu schaffen.
Der belgische Bahninfrastrukturbetreiber Infrabel begrüßt den Service, warnt jedoch vor Kapazitätsengpässen am Bahnhof Brüssel Süd, wo noch in diesem Jahr Renovierungsarbeiten beginnen. Reisende sollten insbesondere an stark frequentierten Nächten (Sonntag/Montag und Donnerstag/Freitag) frühzeitig buchen und mit begrenzter Verfügbarkeit von Schlafplätzen bei kurzfristiger Buchung rechnen, bis zusätzlicher Wagenpark bereitsteht. Für Führungskräfte, die zwischen EU-Institutionen in Brüssel, Start-ups in Berlin und Kunden in Paris pendeln, bietet die Wiederbelebung des Nachtzugs einen produktiven, mit WLAN ausgestatteten Wagen – und einen zusätzlichen Arbeitstag im Büro.
European Sleeper meldet bereits 25.000 verkaufte Tickets über die eigene Plattform sowie über Buchungsportale wie Trainline und Kombo, während SNCF Connect den Service noch nicht anbietet. Für Mobilitätsmanager erweitert die Wiederaufnahme die Auswahl an Bahnverbindungen, die in vielen belgischen Firmenreiserichtlinien zunehmend auf CO₂-arme Optionen setzen. Eine Hin- und Rückfahrt Paris–Brüssel–Berlin im neuen Nachtzug verursacht etwa 18 kg CO₂ pro Passagier – nur 10 bis 15 % der Emissionen eines vergleichbaren Fluges. Ab 2026 müssen multinationale Unternehmen mit belgischen Niederlassungen laut neuen CSRD-Berichtspflichten ihre Scope-3-Reiseemissionen offenlegen, was den Nachtzug zu einem wichtigen Instrument für die Einhaltung macht.
Operativ mietet European Sleeper Wagen vom deutschen Leasingunternehmen RDC und Lokomotiven von Railpool, um Investitionskosten gering zu halten. Engpässe bei der Streckennutzung in den stark frequentierten Korridoren Île-de-France und Ruhr bleiben eine Herausforderung; das Unternehmen hofft, 2027 attraktivere Abfahrtszeiten zu sichern. Bei einer Auslastung von über 70 % plant die Geschäftsführung, Direktwagen nach Prag sowie eine saisonale Verlängerung nach Barcelona anzubieten und so ein paneuropäisches Nachtzugnetz mit Brüssel als zentralem Knotenpunkt zu schaffen.
Der belgische Bahninfrastrukturbetreiber Infrabel begrüßt den Service, warnt jedoch vor Kapazitätsengpässen am Bahnhof Brüssel Süd, wo noch in diesem Jahr Renovierungsarbeiten beginnen. Reisende sollten insbesondere an stark frequentierten Nächten (Sonntag/Montag und Donnerstag/Freitag) frühzeitig buchen und mit begrenzter Verfügbarkeit von Schlafplätzen bei kurzfristiger Buchung rechnen, bis zusätzlicher Wagenpark bereitsteht. Für Führungskräfte, die zwischen EU-Institutionen in Brüssel, Start-ups in Berlin und Kunden in Paris pendeln, bietet die Wiederbelebung des Nachtzugs einen produktiven, mit WLAN ausgestatteten Wagen – und einen zusätzlichen Arbeitstag im Büro.
Quelle: Le Monde
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