
Der spanische Flughafenbetreiber Aena hat eine wettbewerbliche Ausschreibung im Wert von 404 Millionen Euro gestartet, um sein „Sin Barreras“-Assistenzprogramm für mobilitätseingeschränkte Passagiere (PRM) an 20 Flughäfen, darunter die strategischen Drehkreuze Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat, zu betreiben. Die Verträge laufen über drei Jahre mit der Option auf Verlängerung auf fünf Jahre und werden im Rahmen eines dialogorientierten Wettbewerbsverfahrens vergeben, das darauf abzielt, die Qualitätsstandards vor den Verkehrsvorhersagen für 2029 zu erhöhen.
Die Ausschreibung ist in fünf geografische Lose unterteilt, wodurch sowohl multinationale Dienstleister als auch spezialisierte lokale KMU eine Chance auf den Auftrag haben. Das Los Madrid steht aufgrund der Größe von Barajas (über 60 Millionen Passagiere im Jahr 2025) allein, während Los 2 die wichtigsten Flughäfen im Norden und in Katalonien bündelt und Los 3 die stark frequentierten andalusischen und Levante-Küstenflughäfen umfasst, die intensiv von internationalen Reiseveranstaltern genutzt werden. Die Balearen und Kanarischen Inseln bilden die beiden verbleibenden Lose – wichtige Knotenpunkte für Kreuzfahrtwechsel und Langzeit-Wintertourismus.
Zu den aktuellen Vertragspartnern zählen das französische Unternehmen Alyzia, das britische Mitie und das spanische Adelte, deren Verträge diesen Sommer auslaufen. Aena betreute im vergangenen Jahr 2,68 Millionen PRM-Passagiere – fast 1 % aller Reisenden – und Umfragen bewerten den Service als bestbewertetes Merkmal im Netzwerk (4,94 von 5). Doch das Wachstum im Seniorentourismus, strengere EU-Vorschriften zum Behindertenrecht und das bevorstehende Ein- und Ausreisesystem führen zu höherem Durchsatz und größerer Komplexität.
Die neue Ausschreibung bewertet Angebote daher nicht nur nach Preis, sondern auch nach technologischen Innovationen – etwa Echtzeit-Mobile-Apps für Assistenzanfragen, emissionsarme Elektrofahrzeuge und intelligente Wearable-Beacons, die sehbehinderte Passagiere vom Straßenrand bis zum Gate leiten. Für die Teams, die die Mobilität der Belegschaft sicherstellen, ist die Modernisierung mehr als nur ein sozial verantwortliches Imageprojekt. Multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter nach Spanien verlegen oder Konferenzen über iberische Drehkreuze abwickeln, profitieren von kürzeren Vorlaufzeiten für Anfragen (Ziel: 12 Stunden statt bisher 48) und garantierter Verfügbarkeit von Rollstühlen im Sicherheitsbereich.
Fluggesellschaften könnten mit höheren PRM-Gebühren pro Flugabschnitt rechnen, sobald die neuen Verträge in Kraft treten, doch Aena argumentiert, dass höhere Service-Standards Verspätungen beim Boarding und Entschädigungen für verpasste Anschlussflüge reduzieren. Bieter haben ab Veröffentlichung im Amtsblatt der EU 20 Tage Zeit zur Vorauswahl; die ausgewählten Unternehmen treten anschließend in eine strukturierte Dialogphase ein, bevor sie ihre endgültigen Angebote einreichen. Die Verträge sollen bis Anfang Juli unterzeichnet werden, damit die Gewinner vor dem späten Sommeransturm Personal rekrutieren und schulen können.
Für Investoren signalisiert dieser Schritt Aenas Absicht, inklusive Mobilitätskennzahlen in den kommenden Regulierungs-Tarifvorschlag für 2027–2031 zu integrieren – womit Spanien zum Testfeld für ähnliche Programme in ganz Europa werden könnte.
Die Ausschreibung ist in fünf geografische Lose unterteilt, wodurch sowohl multinationale Dienstleister als auch spezialisierte lokale KMU eine Chance auf den Auftrag haben. Das Los Madrid steht aufgrund der Größe von Barajas (über 60 Millionen Passagiere im Jahr 2025) allein, während Los 2 die wichtigsten Flughäfen im Norden und in Katalonien bündelt und Los 3 die stark frequentierten andalusischen und Levante-Küstenflughäfen umfasst, die intensiv von internationalen Reiseveranstaltern genutzt werden. Die Balearen und Kanarischen Inseln bilden die beiden verbleibenden Lose – wichtige Knotenpunkte für Kreuzfahrtwechsel und Langzeit-Wintertourismus.
Zu den aktuellen Vertragspartnern zählen das französische Unternehmen Alyzia, das britische Mitie und das spanische Adelte, deren Verträge diesen Sommer auslaufen. Aena betreute im vergangenen Jahr 2,68 Millionen PRM-Passagiere – fast 1 % aller Reisenden – und Umfragen bewerten den Service als bestbewertetes Merkmal im Netzwerk (4,94 von 5). Doch das Wachstum im Seniorentourismus, strengere EU-Vorschriften zum Behindertenrecht und das bevorstehende Ein- und Ausreisesystem führen zu höherem Durchsatz und größerer Komplexität.
Die neue Ausschreibung bewertet Angebote daher nicht nur nach Preis, sondern auch nach technologischen Innovationen – etwa Echtzeit-Mobile-Apps für Assistenzanfragen, emissionsarme Elektrofahrzeuge und intelligente Wearable-Beacons, die sehbehinderte Passagiere vom Straßenrand bis zum Gate leiten. Für die Teams, die die Mobilität der Belegschaft sicherstellen, ist die Modernisierung mehr als nur ein sozial verantwortliches Imageprojekt. Multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter nach Spanien verlegen oder Konferenzen über iberische Drehkreuze abwickeln, profitieren von kürzeren Vorlaufzeiten für Anfragen (Ziel: 12 Stunden statt bisher 48) und garantierter Verfügbarkeit von Rollstühlen im Sicherheitsbereich.
Fluggesellschaften könnten mit höheren PRM-Gebühren pro Flugabschnitt rechnen, sobald die neuen Verträge in Kraft treten, doch Aena argumentiert, dass höhere Service-Standards Verspätungen beim Boarding und Entschädigungen für verpasste Anschlussflüge reduzieren. Bieter haben ab Veröffentlichung im Amtsblatt der EU 20 Tage Zeit zur Vorauswahl; die ausgewählten Unternehmen treten anschließend in eine strukturierte Dialogphase ein, bevor sie ihre endgültigen Angebote einreichen. Die Verträge sollen bis Anfang Juli unterzeichnet werden, damit die Gewinner vor dem späten Sommeransturm Personal rekrutieren und schulen können.
Für Investoren signalisiert dieser Schritt Aenas Absicht, inklusive Mobilitätskennzahlen in den kommenden Regulierungs-Tarifvorschlag für 2027–2031 zu integrieren – womit Spanien zum Testfeld für ähnliche Programme in ganz Europa werden könnte.
Quelle: Cinco Días
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