
Die brasilianische Tourismusförderagentur Embratur verlagert ihren Fokus von regionalem Verkehr hin zu lukrativen Langstreckenmärkten in Europa und Asien, nachdem die internationalen Ankünfte im vergangenen Jahr um 37 % gestiegen sind. Laut Daten, die Embraturs Marketingleiter Bruno Reis dem Luftfahrtportal Routes zur Verfügung stellte, empfing Brasilien 2025 insgesamt 9,3 Millionen ausländische Besucher, von denen zwei Drittel per Flugzeug ankamen. Der Anstieg wurde hauptsächlich durch Argentinien und Chile getrieben, doch die Agentur will nun die starke latente Nachfrage aus China, Japan und wichtigen europäischen Ländern in regelmäßige Flugverbindungen umwandeln.
Zahlen von Sabre Market Intelligence, die Embratur zitiert, zeigen, dass jährlich fast 250.000 Passagiere auf Ein-Stopp-Verbindungen zwischen Brasilien und China reisen – damit ist dies der weltweit größte unbediente Langstreckenmarkt von brasilianischen Flughäfen aus. Um neue Routen zu fördern, bietet das Internationale Tourismus-Beschleunigungsprogramm (PATI) Co-Investitionen und Marketingunterstützung für Fluggesellschaften, die Verbindungen aus Europa, Nordamerika und Asien starten wollen.
Parallel dazu beschleunigt die staatliche „Conectar“-Agenda die Koordination von Slots, gewährt Rabatte auf Flughafengebühren und stellt mehr Zollpersonal an Sekundärflughäfen ein, um den Zustrom von Reisenden über São Paulo und Rio de Janeiro hinaus zu verteilen. GOL Linhas Aéreas hat bereits Flüge mit dem A330 von Rio Galeão nach New York ab Juli angekündigt, weitere Verbindungen nach Lissabon, Paris und Orlando sollen bis Jahresende folgen.
Branchenanalysten betonen, dass der Fokus auf längere Strecken entscheidend für die Erholung des Geschäftsreisemarktes in Brasilien ist: Buchungen in der Premium-Kabine hinken seit der Pandemie der Nachfrage im Economy-Segment hinterher, unter anderem wegen eines geschrumpften Streckennetzes. Neue Verbindungen würden zudem Exporteuren und multinationalen Unternehmen helfen, die während der Hochsaison oft Schwierigkeiten haben, Fracht- und Business-Class-Kapazitäten zu sichern.
Für Mobilitätsmanager ergibt sich daraus eine doppelte Botschaft: Erstens wird Brasilien voraussichtlich weitere Anreizprogramme genehmigen, die die Startkosten für ausländische Fluggesellschaften senken – daher ist in den nächsten zwölf Monaten mit neuen Streckenpaaren in den GDS-Systemen zu rechnen. Zweitens könnte der Fokus auf Asien die Tür-zu-Tür-Reisezeiten für Führungskräfte zwischen dem Finanzviertel São Paulos und Partnern in China oder Japan verkürzen, wodurch zeitaufwändige Umstiege über den Golf oder Europa entfallen.
Unternehmen mit Mitarbeitern in Brasilien sollten Flugankündigungen genau verfolgen und ihre Reiserichtlinien – insbesondere Regeln zum „niedrigsten logischen Tarif“ – anpassen, um von Einführungspreisen auf den neuen Langstreckenflügen zu profitieren. Eine frühzeitige Nutzung kann erhebliche Einsparungen und bessere Sitzplatzwahl für entsandte Mitarbeiter und Besuchsteams bedeuten.
Zahlen von Sabre Market Intelligence, die Embratur zitiert, zeigen, dass jährlich fast 250.000 Passagiere auf Ein-Stopp-Verbindungen zwischen Brasilien und China reisen – damit ist dies der weltweit größte unbediente Langstreckenmarkt von brasilianischen Flughäfen aus. Um neue Routen zu fördern, bietet das Internationale Tourismus-Beschleunigungsprogramm (PATI) Co-Investitionen und Marketingunterstützung für Fluggesellschaften, die Verbindungen aus Europa, Nordamerika und Asien starten wollen.
Parallel dazu beschleunigt die staatliche „Conectar“-Agenda die Koordination von Slots, gewährt Rabatte auf Flughafengebühren und stellt mehr Zollpersonal an Sekundärflughäfen ein, um den Zustrom von Reisenden über São Paulo und Rio de Janeiro hinaus zu verteilen. GOL Linhas Aéreas hat bereits Flüge mit dem A330 von Rio Galeão nach New York ab Juli angekündigt, weitere Verbindungen nach Lissabon, Paris und Orlando sollen bis Jahresende folgen.
Branchenanalysten betonen, dass der Fokus auf längere Strecken entscheidend für die Erholung des Geschäftsreisemarktes in Brasilien ist: Buchungen in der Premium-Kabine hinken seit der Pandemie der Nachfrage im Economy-Segment hinterher, unter anderem wegen eines geschrumpften Streckennetzes. Neue Verbindungen würden zudem Exporteuren und multinationalen Unternehmen helfen, die während der Hochsaison oft Schwierigkeiten haben, Fracht- und Business-Class-Kapazitäten zu sichern.
Für Mobilitätsmanager ergibt sich daraus eine doppelte Botschaft: Erstens wird Brasilien voraussichtlich weitere Anreizprogramme genehmigen, die die Startkosten für ausländische Fluggesellschaften senken – daher ist in den nächsten zwölf Monaten mit neuen Streckenpaaren in den GDS-Systemen zu rechnen. Zweitens könnte der Fokus auf Asien die Tür-zu-Tür-Reisezeiten für Führungskräfte zwischen dem Finanzviertel São Paulos und Partnern in China oder Japan verkürzen, wodurch zeitaufwändige Umstiege über den Golf oder Europa entfallen.
Unternehmen mit Mitarbeitern in Brasilien sollten Flugankündigungen genau verfolgen und ihre Reiserichtlinien – insbesondere Regeln zum „niedrigsten logischen Tarif“ – anpassen, um von Einführungspreisen auf den neuen Langstreckenflügen zu profitieren. Eine frühzeitige Nutzung kann erhebliche Einsparungen und bessere Sitzplatzwahl für entsandte Mitarbeiter und Besuchsteams bedeuten.
Quelle: Aviation Week Network