
Asiatische Fluggesellschaften kämpfen darum, die Kosten in den Griff zu bekommen, nachdem die Preise für Flugbenzin seit Ende Februar aufgrund des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten fast doppelt so hoch sind. Laut Caixin Global lag der durchschnittliche Spotpreis für Flugbenzin in der Woche bis zum 10. April bei 197,80 US-Dollar pro Barrel, verglichen mit 99,40 US-Dollar vor Ausbruch des Krieges. Cathay Pacific, die Fluggesellschaft Hongkongs, kündigte an, etwa 2 % der geplanten Passagierflüge zwischen dem 16. Mai und 30. Juni zu streichen. Die Kürzungen betreffen vor allem Kurzstreckenflüge sowie ausgewählte Verbindungen nach Australien, Südasien und Südafrika, wo die Auslastung die gestiegenen Betriebskosten nicht auffangen kann. Die Tochtergesellschaft HK Express wird ab dem 11. Mai rund 6 % ihrer Flüge streichen, wobei der Fokus auf Freizeitstrecken mit geringeren Erträgen liegt. Geschäftsreisende sollten sich auf ein engeres Sitzplatzangebot und höhere Tarife während der Hauptreisezeit im Frühsommer einstellen. Während Cathay die Zuschläge erhöht hat, weisen Analysten darauf hin, dass die Gewinnschwelle für Flugbenzinpreise bei etwa 72 bis 76 US-Dollar pro Barrel liegt; alles darüber hinaus schmälert die Margen und könnte bei anhaltender Volatilität auf den Ölmärkten weitere Kapazitätskürzungen nach sich ziehen. Auch andere regionale Fluggesellschaften reagieren ähnlich. AirAsia X wird die Strecke Shanghai–Bangkok ab dem 17. April aussetzen, während Thai AirAsia den Flug Xi’an–Bangkok nach dem 11. Mai einstellt. Mehr als die Hälfte der geplanten Flüge zwischen China und Ozeanien im April wurde laut dem Luftfahrtdatenanbieter Cirium bereits gestrichen, was die Auswirkungen auf die Konnektivität im asiatisch-pazifischen Raum verdeutlicht. Für multinationale Unternehmen mit Sitz in Hongkong stehen derzeit die Bestätigung von Buchungen für Heimaturlaube von Expatriates, die Staffelung nicht notwendiger Reisen und die Prüfung von Routen über Singapur, Seoul oder Tokio, wo die Kapazitäten relativ stabil bleiben, im Vordergrund. Experten empfehlen zudem, tariflich abgesicherte Preise mit Firmenvereinbarungen zu sichern, bevor im Mai weitere kraftstoffbedingte Zuschläge in Kraft treten.
Quelle: Caixin Global
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