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Hongkong führt Offenlegung des Strafregisters für Haushaltshilfen, Schüler und Angehörige ein

Apr. 21, 2026
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Hongkong führt Offenlegung des Strafregisters für Haushaltshilfen, Schüler und Angehörige ein
Das Einwanderungsamt von Hongkong hat stillschweigend eine Mitteilung veröffentlicht, wonach ab dem 19. Juni 2026 alle neuen Visaanträge von ausländischen Haushaltshilfen, Vollzeitstudenten und Familienangehörigen eine Erklärung zu früheren strafrechtlichen Verurteilungen enthalten müssen. Die Behörden begründen diesen Schritt mit dem Ziel, „die öffentliche Sicherheit zu stärken und internationale Sorgfaltsstandards einzuhalten“. Damit werden diese Gruppen den Talentförderprogrammen gleichgestellt, die seit Februar Polizeizeugnisse verlangen.

Nach der neuen Regel müssen Antragsteller ein beglaubigtes Führungszeugnis (Certificate of No Criminal Conviction, CNCC) aus allen Ländern vorlegen, in denen sie in den letzten zehn Jahren jeweils länger als zwölf Monate gelebt haben. Agenturen, die rund 330.000 migrantische Haushaltshilfen in Hongkong vermitteln, warnen, dass die Bearbeitungszeiten in Indonesien und auf den Philippinen bereits bis zu sechs Wochen betragen können. Sie befürchten, dass die zusätzliche Bürokratie die Bearbeitungszeiten über den Sommer-Anstellungshöhepunkt hinaus verlängert und Familien ohne Kinderbetreuung zurücklässt.

Hongkong führt Offenlegung des Strafregisters für Haushaltshilfen, Schüler und Angehörige ein


Für Unternehmen wird die größte Auswirkung bei einreisenden Praktikanten und Junior-Mitarbeitern zu spüren sein, die mit Trainings-, Studenten- oder Angehörigenvisa anreisen und bisher auf schnelle Genehmigungen zählen konnten. Personalverantwortliche sollten mit zusätzlichen Kosten von 300 bis 1.000 HK$ pro Antragsteller für ausländische Polizeiprüfungen rechnen und mindestens einen Monat Puffer bei den Einsatzbeginn-Daten einplanen.

Rechtsberater weisen darauf hin, dass Hongkong im Gegensatz zu Großbritannien oder Singapur noch keine verpflichtenden Fingerabdruck- oder biometrischen Hintergrundprüfungen eingeführt hat. Dennoch kann eine falsche Angabe zur Ablehnung des Visums, zukünftigen Einreiseverboten und – falls nach Erteilung entdeckt – strafrechtlichen Konsequenzen führen. Arbeitgeber werden daher dringend gebeten, ihre Onboarding-Checklisten zu aktualisieren und die Änderungen an ihre Rekrutierungspartner weiterzugeben.

Das Einwanderungsamt kündigt an, die Wirksamkeit der Regelung nach zwölf Monaten zu überprüfen. Sollten die Daten einen messbaren Sicherheitsvorteil zeigen, könnte die Offenlegungspflicht 2027 auf den Arbeitsvisastrom der General Employment Policy (GEP) ausgeweitet werden, was multinationale Unternehmen stärker betreffen würde.
Quelle: Hong Kong News

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