
Während die Sperrung der Straße von Hormus in die dritte Woche geht, warnen Insider der Luftfahrt vor Folgen für irische Reisende. Lufthansa hat bereits 20.000 Flüge in Europa gestrichen – darunter die Strecke Frankfurt–Cork – während Aer Lingus stillschweigend zwei Prozent seines Sommerprogramms gestrichen hat, was rund 23.000 Passagiere betrifft. Analysten, die am 25. April von The Irish Times befragt wurden, sagen, dass Fluggesellschaften, die von Spot-Kraftstoffpreisen abhängig sind, die Kapazitäten weiter einschränken könnten, falls der Ölpreis 120 Dollar pro Barrel übersteigt. Der irische Unternehmer Ulick McEvaddy verglich die Lage mit der Energiekrise der 1970er Jahre und verwies auf begrenzte Alternativen, falls auch das Rote Meer gestört wird. Obwohl Ryanair und Aer Lingus 80 Prozent bzw. 62 Prozent ihres Kraftstoffbedarfs für 2026 abgesichert haben, steigen Zusatzgebühren auf transatlantischen Strecken – Air France verlangt inzwischen 50 bis 200 Euro pro Flugabschnitt. Für Mobilitätsprogramme ergeben sich zwei zentrale Auswirkungen: Erstens sind höhere Flugpreise und strengere Umbuchungsregeln zu erwarten, da Airlines ihre Erträge schützen; zweitens muss mit kurzfristigen, rollierenden Stornierungen gerechnet werden. Reisebüros empfehlen, erst bis 72 Stunden vor Abflug stornierbare Hotelzimmer zu buchen und für Langstreckenreisende mit Anschlussflügen in Europa längere Umsteigezeiten einzuplanen. Entscheidungsträger in Dublin und Brüssel lehnen bisher die Freigabe strategischer Kraftstoffreserven für die Luftfahrt ab und argumentieren, dass nicht der Vorrat, sondern die Versorgung das Problem sei. Spediteure prüfen das sogenannte „Tankering“ – das Auftanken von zusätzlichem Kraftstoff an weniger betroffenen Flughäfen wie Shannon –, um den Transport wertvoller Pharmaexporte aufrechtzuerhalten, doch diese Option ist durch Zuladungsbeschränkungen auf Langstrecken begrenzt. Unternehmen sollten ihre Krisenpläne überprüfen: alternative Airlines für wichtige Strecken benennen, flexible Ticketklauseln aushandeln und Reisende über Erstattungsgrenzen bei Verschiebungen informieren. Das nächste IATA-Update zum Kraftstoffpreis erscheint am 2. Mai und wird voraussichtlich entscheiden, ob Zuschläge steigen oder sinken.
Quelle: The Irish Times
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Irland.Mehr von Irland
Alle anzeigen
Kanadas IEC-Working-Holiday-Kontingent übertrifft irische Quote – Nachfrage nach Auslandserfahrung steigt rasant
Verspätung bei Emerald Airlines sorgt für neue Sommerstörungen bei Aer Lingus Regional-Passagieren